Aus für Jaguar - Ford übernimmt

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Ford will sich angesichts der vom Weltverband FIA geplanten technischen Abrüstung wieder stärker in der Königsklasse engagieren. Der US-Konzern plant, sein Jaguar-Team künftig unter eigenem Logo fahren zu lassen.

Falls Jaguar keinen Ersatz für den Bankenkonzern HSBC als Hauptsponsor findet, übernimmt Ford die gesamte Finanzierung - mit höherem Einsatz denn je. Von 80 Millionen Dollar pro Jahr ist die Rede. Das Auto soll dann Ford statt Jaguar heißen. Damit würde der Name Jaguar nach fünf Jahren wieder aus der Formel 1 verschwinden.

Bisher zahlt HSBC etwa 38 Millionen Dollar pro Jahr. Die Bänker wollen ihr Engagement allerdings beenden oder zumindest deutlich herunterfahren. Verhandlungen des Teams mit Red Bull haben sich nahezu zerschlagen. Der österreichische Softdrink-Hersteller wollte Ford mit einer Eigenbeteiligung von 50 Millionen Dollar vergebens zur Gründung eines amerikanischen Rennstalls unter dem Red Bull-Logo überreden.

Gute Karten für Heidfeld

Ohne Red Bull wird der Österreicher Christian Klien seinen Platz bei Jaguar räumen müssen. Somit werden beim zukünftigen Ford-Team nach dem Abgang von Mark Webber zwei Cockpits frei. Die Nummer eins auf der Wunschliste ist bisher der Schotte David Coulthard, aber auch Nick Heidfeld werden gute Chancen eingeräumt.

Von Klien ist auch Red Bull-Chef Mateschitz nicht mehr hundertprozentig überzeugt. Das Interesse konzentriert sich zur Zeit mehr auf Formel 3000-Tabellenführer Vitantonio Liuzzi, den Mateschitz gerne bei Sauber unterbringen möchte.

Steigende Ungewissheit für das Rallye-Programm

Wenig erfreut über die erhöhten Formel 1-Aktivitäten dürfte das Rallye-Werksteam von Ford sein. Teamchef Malcolm Wilson wartet bereits seit April auf eine Zusage des Europa-Vorstands, dass das WM-Engagement auch 2005 fortgesetzt wird. Eine entscheidende Frage ist das Budget. Die europäische Chef-Etage weilte beim letzten WM-Lauf in Finnland am Ford-Service, ein eindeutiges Bekenntnis zur Rallye-WM kam auch dort nicht.

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