Ferrari - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017 ams
Impressionen - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017
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HaasF1 - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017 75 Bilder

Ist Austin eine Ferrari-Strecke?

Abtrieb pro Ferrari, Asphalt pro Mercedes

Die Papierform hat uns in diesem Jahr schon oft betrogen. Wir stellen trotzdem die Frage: Ist Austin eine Ferrari- oder Mercedes-Strecke? Die Antwort ist gemischt. Das Abtriebsniveau spricht mehr für Ferrari, der Asphalt eher für Mercedes.

Für viele ist diese Weltmeisterschaft schon entschieden. Sie werden sagen, dass es völlig egal ist, ob der Circuit of the Americas besser in das Profil des Ferrari SF70H oder des Mercedes W08 passt. Wir sind Optimisten. Solange das Titelrennen mathematisch noch nicht gelaufen ist, ist es auch offen. Und deshalb interessiert uns die Frage auch, ob die Papierform eher für Rot oder für Silber spricht. Also gehen wir die Faktoren durch, die laut Expertenmeinung den entscheidenden Unterschied ausmachen. Das sind Abtriebsniveau, Asphalttemperatur und Grip vom Streckenbelag.

Austin ist eine zweigeteile Strecke. Der Anfang erinnert an Suzuka. Das Ende eher an Budapest. Zwischendrin liegt eine ein Kilometer lange Gerade. Nach Auskunft von Mercedes-Ingenieuren liegt das optimale Abtriebsniveau ziemlich genau in der Mitte dessen, was in Malaysia und in Suzuka gefragt war. Also mehr Luftwiderstand für mehr Abtrieb. Das hilft normalerweise Ferrari. Doch aufgepasst. Beide Topteams sind mit Aero-Upgrades nach Texas gereist. Ferrari hat einen neuen Frontflügel im Gepäck, Mercedes einen modifizierten Unterboden.

Asphalt mit vielen hellen Steinen

Die Temperaturen schwanken laut Wetterbericht zwischen 21 und 27 Grad. Mit der Chance auf Regen am Freitag und Samstag. Es soll allerdings immer relativ warm bleiben. Bei Trockenheit würde das normalerweise auf die Asphalttemperatur durchschlagen. Doch der Streckenbelag von Austin ist ganz speziell, wie Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin erklärt: „Er beinhaltet viele helle Steine, vermutlich Quarzsand. Das heißt, dass er nicht so stark Wärme speichert wie ein schwarzer Asphalt. Wir messen heute am Mittwoch in der Sonne 43 Grad auf dem Belag. Wäre er schwarz wie auf einigen anderen Strecken, wären das 55 Grad.“ Wir stellen also fest: Der Asphalt bleibt auch bei Sonneneinstrahlung immer relativ kühl. Ein Vorteil für Mercedes.

Vom Grip her liegt der Asphalt in der goldenen Mitte. Er ist jetzt größtenteils fünf Jahre alt und damit ist die Oberfläche genug abgeschliffen. Die beiden schlimmsten Bodenwellen wurden geglättet. Man könnte also sagen: Das hilft weder Ferrari noch Mercedes. Bei der Fahrzeugabstimmung kann man wegen der unterschiedlichen Sektoren leicht Fehler machen. Gesucht ist der goldene Kompromiss. Im Vorjahr verzockte Ferrari. Generell sind heikle Strecken aber besser für die Italiener, weil ihr Auto in diesem Jahr gutmütiger ist. Der Mercedes hat seine Ingenieure öfter auf die Probe gestellt. Wie gesagt, das ist alles Papierform. Und die hat uns in diesem Jahr schon ein paar Mal betrogen.

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