Verpasste Chance in Austin

Force India kämpft mit Intermediates

Perez & Hülkenberg - Force India - GP USA 2015 Foto: xpb 75 Bilder

Force India festigt mit 5 Punkten in Austin den fünften Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Es hätten aber auch ein paar mehr sein können. Probleme mit den Intermediate-Reifen und der Frontflügel-Bruch bei Nico Hülkenberg verhinderten ein besseres Resultat.

Auf Sergio Perez ist Verlass. Der Mexikaner hat 49 Zähler aus den letzten sechs Rennen geholt. Nico Hülkenberg fiel dagegen zum sechsten Mal in dieser Saison aus, zum dritten Mal in den letzten 4 Rennen nach einer Karambolage. Dem Rheinländer blieb nur der Trost, dass er zu den schnellsten Fahrern im Feld zählte, als die Intermediates gegen Slicks eingetauscht wurden.

Normalerweise ist Force India ein Team, das die Reifen gut versteht. Besser sogar als die meisten anderen. Doch diesmal waren es gerade die Reifen, die Fahrern und Ingenieuren Kopfzerbrechen bereiteten. In der Anfangsphase mussten sich Perez und Hülkenberg nach hinten orientieren. "Es war ein schwieriges Rennen, und sich muss deshalb happy mit Resultat sein. Wir hatten Probleme mit den Reifendrücken bei feuchten Bedingungen und konnten keine Temperatur in die Reifen bringen", kommentierte Perez seinen fünften Platz.

Force India mit guter Strategie

Mit Intermediates steht der Force India auf Kriegsfuß. "Das zieht sich schon durch die ganze Saison", fällt Hülkenberg auf. Die Fahrer meldeten starken Gripverlust an die Box. Dort ahnte man längst, dass man sich mit den Luftdrücken verkalkuliert hatte. Dafür ging es mit den weichen Slicks auf feuchter Bahn umso besser. Hülkenberg machte locker den Boden wieder gut, den er zuvor auf Intermediates verloren hatte.

Rückblickend setzte sich bei den Strategen die Meinung durch, dass man mit Runde 19 sogar eine Runde zu spät auf den Zug mit Trockenreifen aufgesprungen war. "Wir hätten es wie Vettel machen sollen", gab Tom McCoullough zu. Perez bestätigte: "Das wichtigste war, den Überblick zu behalten. Wann an die Box kommen, wann Reifen schonen, wann Tempo machen. Das haben wir insgesamt gut hingekriegt."

Als das erste Safety-Car auf die Strecke ging, lagen Hülkenberg und Perez auf den Plätzen 7 und 9. Die Ingenieure entschieden sich für einen Stopp, harte Reifen und durchfahren. Toro Rosso machte mit Max Verstappen das gleiche, aber mit weichen Reifen. Fazit: "Die echten und virtuellen Safety-Cars haben Verstappen gerettet. Sonst wären ihm die Reifen früher eingebrochen."

So sah es auch Perez: "Verstappen zog mir erst weg. Als er mit seinen weichen Reifen Probleme bekam, habe ich aufgeholt. Für uns war Medium die richtige Entscheidung. Es war nur schwierig bei den Re-Starts. Die Reifen kamen zu langsam auf Temperatur."

Vierter Platz möglich für Hülkenberg

Nico Hülkenberg lag dank einer Serie schneller Rundenzeiten in der 35. Runde bereits auf Rang 6, als er nach Daniel Ricciardos Red Bull griff. "Ich war schneller als Daniel und wollte den Anschluss an die Gruppe davor nicht verlieren." Kurz vor dem Anbremsen der Kurve am Ende der langen Geraden zog es den rechten Frontflügel-Pfeiler aus der Nase. Der Flügel klappte auf den Boden.

Es war aber kein strukturelles Problem wie in Ungarn. Hülkenberg war selbst schuld. "Ich habe irgendwann vorher einen Toro Rosso getroffen." Die Kombination aus dem reduzierten Abtrieb vorne und dem späten Bremsen auf der feuchten Innenspur schob den Force India in den Red Bull. Dabei traf Hülkenberg seinen Gegner so unglücklich, dass der Force India mit abgeknicktem rechten Vorderrad strandete.

Hülkenberg ärgerte sich, weil diesmal zumindest ein vierter Platz im Bereich des Möglichen lag. Verstappen lag zum Zeitpunkt des Unfalls nur 1,4 Sekunden vor ihm. Und Hülkenberg hätte für das Finale die besseren Reifen gehabt.

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