Austin-Simulation

Lotus mit bester Pole-Prognose

Kimi Räikkönen GP USA 2012 Foto: Lotus 89 Bilder

Vor dem Austin-Debüt haben wir alle zwölf Teams gefragt, mit welcher Zeit die Pole Position von Austin gefahren wird. Lotus war mit der Prognose am nächsten dran. Nur um anderthalb Zehntel lagen die Ingenieure aus Enstone daneben. Hier sind die Ergebnisse.

Wenn Formel 1-Teams an eine neue Rennstrecke reisen, kennen die Ingenieure den Kurs bereits schon in- und auswendig ohne eine Runde gefahren zu sein. Meter für Meter wurde die Piste zuvor mit Laser-Technik vermessen. Die Computer der Teams werden mit unzähligen Daten gefüttert. Schon im Simulator werden die ersten Runden gedreht. In der virtuellen Welt beginnt bereits die Abstimmungsarbeit.

Doch so gut die Vorbereitung mit modernster Technik auch sein mag, die Praxiserfahrung an der Rennstrecke kann auch der beste Computer nicht hundertprozentig simulieren. Wir wollten es genau wissen, wie weit die Simulationen von der Realität entfernt sind. Wir haben alle zwölf Teams sowie Reifenausrüster Pirelli nach ihrer Prognose gefragt.

Lotus mit genauester Pole-Prognose

Schon vor dem ersten Training mussten die Ingenieure ihre Tipps abgeben. Die Aufgabe war zugegeben nicht ganz einfach. Die Gleichung hatte viele Unbekannte. Umso erstaunlicher ist, dass ein Team am Ende nur anderthalb Zehntel entfernt war. Sebastian Vettel fuhr mit einer 1:35.667 Min. auf den ersten Startplatz. Lotus hatte 1:35.500 Min. als optimale Rundenzeit errechnet.

Nicht verschweigen wollen wir, dass Lotus vielleicht einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hatte. Testfahrer Jerome D'Ambrosio war bei der Eröffnung der Strecke ein paar Runden in einem alten Renault F1-Renner auf der nagelneuen Piste unterwegs.

Beim Vergleich der Prognosen mit der tatsächlich erzielten Zeit fällt auf, dass bis auf Lotus alle Teams eine zu langsame Zeit errechnet haben. Das verwundert etwas. Das ganze Wochenende klagten die Piloten über unerwartet niedrigen Grip und Probleme die Reifen bei den kühlen Temperaturen ins Arbeitsfenster zu bekommen.

McLaren, Toro Rosso und Sauber waren mit der Vorhersage zwar auch zu langsam, blieben aber wenigstens innerhalb einer Sekunde. Die rote Laterne in unserem kleinen Spielchen geht übrigens an Williams. Die Ingenieure aus Grove hatten berechnet, dass die Pole Position um 1:39.8 Min. liegt. Diese Zeit unterboten Vettel und Hamilton schon im ersten Training am Freitag.

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