B-Team

Hilferuf an Honda

Foto: Daniel Reinhard

Das zweite Honda-Team soll bereits 2006 an den Start gehen. Teamgründer Aguri Suzuki hat aber noch keine Autos und bittet Honda um Hilfe. Suzuki bestätigt, dass Takuma Sato als erster Fahrer vorgesehen ist.

Auf einer Pressekonferenz in Japan hat der frühere Formel 1-Fahrer Aguri Suzuki seinen künftigen Motorenpartner Honda öffentlich um Hilfe gebeten. Suzuki will mit Bridgestone-Reifen und Fahrer Takuma Sato bereits 2005 in der Formel 1 an den Start gehen, doch es fehlt ein Chassis.

"Ich werde erst Anfang Dezember erfahren, ob meine Einschreibung akzeptiert wird" sagt Suzuki, der zwischen 1988 und 1995 regelmäßig in der Formel 1 fuhr. Größtes Hindernis ist das Chassis. Suzuki ist nicht in der Lage, in fünf Monaten ein eigenes Auto bauen zu lassen. Daher würde er gerne technische Hilfe von Honda erhalten. Doch der Einsatz einer Kopie des 2006er Honda ist nach den gegenwärtigen Regeln nicht erlaubt. "So lange es Zweifel wegen des Chassis gibt, haben wir keine Chance teilzunehmen", sagt Suzuki.

2005er Chassis kommen wegen der neuen V8-Motoren nicht in Frage, eine Kundenversion des neuen Werks-Honda darf Suzuki nicht einsetzen. Die einzige Lösung: Honda müsste ihm eine technisch abgewandelte Version mitsamt Konstruktionsplänen und Eigentumsrechten zur Verfügung stellen.

Zwölf Millionen Dollar in Gefahr

Am 26. Oktober gab Suzuki eine Bankgarantie über 48 Millionen Dollar für den Formel 1-Einstieg ab. Alle neuen Teams müssen diese Summe aufbringen, um Liquidität nachzuweisen. Sollte Suzuki sein Team nicht rechtzeitig im kommenden März an den Start bringen, sind zwölf Millionen Dollar schon futsch.

Suzuki gab bekannt, dass sein Team seinen offiziellen Sitz in Tokio haben soll, die Werkhallen des Rennstalls sind jedoch im englischen Leafield in den ehemaligen Räumen von Tom Walkinshaw Racing (Arrows). "Ich hoffe, dass wir bis zum Saisonstart hundert Leute an Bord haben", sagt Suzuki.

Suzuki: "Nie genug Geld"

Seine Geldgeber will Suzuki nicht nennen, auch über das Budget mag er nicht sprechen: "In der Formel 1 hast du niemals genug", sagt der Japaner. Die Idee zu einem eigenen Formel 1-Rennstall sei ihm im Februar gekommen, verriet Suzuki. Als Takuma Sato im Rahmen des Belgien-GP im September bei BAR-Honda zum Auslaufmodell erklärt wurde, nahm der Plan eines rein japanischen Teams konkretere Formen an. Wer der zweite Fahrer sein wird, steht noch nicht fest.

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