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Mehr Überholchancen in Bahrain

DRS-Zone um 100 Meter länger

Carlos Sainz - Barcelona F1-Test 2018 Foto: Sutton-Images.com 25 Bilder

Die FIA hat die DRS-Zone auf der Zielgerade von Bahrain um 100 Meter verlängert. Damit steigen die Überholchancen deutlich. Die Teams haben berechnet, dass ein Auto nur noch 0,8 Sekunden pro Runde schneller sein muss, um zu attackieren.

04.04.2018 Tobias Grüner

Der GP Australien liegt den Verantwortlichen der Formel 1 noch im Magen. Im gesamten Rennen gab es nur 5 Überholmanöver. Trotz dritter DRS-Zone. Und obwohl das Rennen beim Re-Start nach der Safety-Car-Phase eine Konstellation bot, wie man sie sich besser gar nicht wünschen konnte. Drei Pärchen mit dem jeweils schnelleren Auto hinten. Und Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo und Max Verstappen zählen auch noch zu den besten Überholen im Feld. Trotzdem passierte nichts.

Das muss in Bahrain besser werden. Grundsätzlich hilft da das Streckenlayout. Es gibt 4 lange Geraden, in die man immer mit langsamer Geschwindigkeit beschleunigt. Schon im letzten Jahr hat der GP Bahrain mit 33 Überholmanövern gezeigt, dass die Zuschauer auf dem Kurs in der Steinwüste des Königreichs ein anderes Rennen erwarten können als in Australien.

Überhol-Delta sinkt von 1,1 auf 0,8 Sekunden

Red Bull - GP Australien 2018 Technik-Show statt Racing F1-Autos für Rennen ungeeignet

Doch seit der Erfahrung von Melbourne traut die FIA dem Frieden nicht mehr. Deshalb wird die DRS-Zone auf der Zielgerade im Vergleich zu 2017 um 100 Meter verlängert. Sie ist mit nun ungefähr 700 Meter Gesamtdistanz eine der längsten im ganzen Jahr. Der vorverlegte Aktivierungspunkt reduziert das Zeitdelta, das man zum Überholen braucht, von 1,1 auf 0,8 Sekunden. Zum Vergleich: In Melbourne lag das Delta bei 1,8 Sekunden.

Die Mercedes-Ingenieure erwarten deshalb mehr Positionswechsel auf der Strecke. „Die längere DRS-Zone schenkt dem Verfolger schon mal 3 Zehntel. Wenn der dann noch volle Elektro-Power, mehr Boost vom Motor und guten Windschatten hat, sind das gute Chancen für ein Überholmanöver.“

In Barcelona hat die Maßnahme im letzten Jahr funktioniert. Auch da hatte die FIA die DRS-Zone verlängert. Mit dem Resultat, dass immerhin 18 Positionswechsel auf der Strecke gezählt wurden. Sogar um die Führung. Und das auf einer Strecke, in der schon zu Saugmotor-Zeiten die Zahl der Überholmanöver immer einstellig war.

Neuester Kommentar

@Gonzo24

"Warum ist die Strecke nicht eine einzige DRS Zone und jeder macht den Flügel auf, wann und wo er will?"

Dafür kannst Du Dich bei Mark Webber bedanken, der sich scheinbar in der DRS-Nutzung so hoffnungslos im Hintertreffen gegen Sebastian Vettel sah, dass er politisch alle Hebel in Bewegung setzte, damit die DRS-Nutzung so weit reglementiert wird, dass sie nicht mehr zu merklichen Unterschieden zwischen einzelnen Fahrern führen kann.

Proesterchen 5. April 2018, 15:40 Uhr
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