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Neues Layout für Bahrain-GP

Quali-Runde in 55 Sekunden

Die Formel-1-Bosse haben verkündet, dass der zweite Bahrain-Grand-Prix Anfang Dezember auf einer neuen ultraschnellen Streckenvariante ausgetragen wird. Simulationen sagen Rundenzeiten von unter einer Minute voraus.

Als die Verantwortlichen der Königsklasse vor wenigen Tagen die letzten Grands Prix der Saison verkündeten, stand vor allem das Comeback des Türkei-Grand-Prix in Istanbul im Fokus des Interesses. Dabei könnte der Doppelschlag in Bahrain im Anschluss noch für viel mehr Action sorgen.

Wie am Freitag (28.8.) offiziell verkündet wurde, fährt die Königsklasse beim zweiten Teil des Wüsten-Doppelschlags nämlich auf einer anderen Streckenvariante als beim ersten Sakhir-Rennen. Und diese zweite Variante hat es in sich. Statt im kurvigen inneren Teil des Kurses rasen die Piloten auf der Außenbahn, wo es fast nur geradeaus geht.

"Wir haben eine Reihe von Optionen für das alternative Streckenlayout geprüft und den äußeren Kurs als beste Variante ausgewählt", begründete F1-Sportchef Ross Brawn den Schritt. "Er wird die Teams vor eine ganz neue Herausforderung stellen und die Fans mit hohen Geschwindigkeiten und schnellen Rundenzeiten begeistern."

Kurze Runde, hohe Geschwindigkeiten

Mit einer Länge von 3,543 Kilometern ist die neue Variante der kürzeste Kurs im 2020er Kalender. Nur in Monaco legen die Autos auf einer Runde noch weniger Strecke zurück. Dafür sind sie im Leitplankendschungel des Fürstentums aber auch deutlich langsamer unterwegs. Um auf die Grand-Prix-Distanz von 300 Kilometern zu kommen, müssen die Piloten in Bahrain insgesamt 87 Runden abspulen.

Bahrain Streckenlayout 2020
FOM
Die meisten Kurven des neuen Bahrain-Layouts können die Piloten mit Vollgas nehmen.

Auf der kurzen Runde gibt es lediglich neun Kurven, von denen die meisten von den modernen Formel-1-Autos mit Vollgas genommen werden können. Die Durchschnittsgeschwindigkeit soll bei über 230 km/h liegen. Als die Idee erstmals diskutiert wurde, hatte Brawn sogar scherzhaft von einem "Ovalkurs" gesprochen

Erste offizielle Simulationen haben ergeben, dass in Bahrain wohl mit einem neuen Qualifying-Rekord zu rechnen ist. 1974 raste Niki Lauda in Dijon in nur 58,79 Sekunden auf die Pole Position. In Bahrain soll eine Runde weniger als 55 Sekunden dauern. "Wir haben verschiedene Simulationen durchgeführt", erklärt FIA-Experte Pat Symonds. "Wenn wir zwei DRS-Zonen einrichten, kommen wir auf eine Rundenzeit von 54,3 Sekunden. Bei drei DRS-Zonen sind es sogar nur 53,9 Sekunden."

Die Rundenzeit ist aber nicht der einzige ungewöhnliche Faktor: "Wir erwarten auch, dass der Verkehr auf der kurzen Strecke problematisch werden könnte", so Symonds. "Aber das kennen wir ja auch schon von anderen Strecken, wie zum Beispiel Sao Paulo. Die Teams haben dafür ausgefeilte Tools. Wir sehen das als einen Teil der Herausforderung. Ich denke, das wird ein großes Spektakel."

Power und Top-Speeds Trumpf

Wegen des hohen Vollgas-Anteils stellt die neue Strecke hohe Anforderungen an die Motorenhersteller. Neben der Power spielt auch der Luftwiderstand eine entscheidende Rolle. Die Teams werden für das zweite Bahrain-Rennen noch einmal die Monza-Pakete aus dem Regal holen und an die Autos schrauben, um auf hohe Top-Speeds zu kommen.

Die äußere Streckenvariante kam bei einem internationalen Rennen übrigens noch nie zum Einsatz. Es wird für alle Beteiligten somit eine Fahrt ins Ungewisse. Dazu kommt, dass sowohl das Qualifying als auch das Rennen deutlich später gestartet werden sollen, als beim ersten Bahrain-Grand-Prix auf der "normalen" Streckenvariante. Es handelt sich somit um ein reines Nachtrennen.

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