Corona-Test - F1 - 2020 xpb
Sergio Perez - Racing Point - GP Bahrain 2020 - Sakhir - Rennen
Romain Grosjean - Haas - GP Bahrain 2020 - Sakhir - Rennen
Romain Grosjean - Haas - GP Bahrain 2020 - Sakhir - Rennen
Romain Grosjean - Haas - GP Bahrain 2020 - Sakhir - Rennen 60 Bilder

Formel 1: Bahrain verschenkt Biontech-Impfstoff

Unmoralisches Impfangebot Bahrain verschenkt Biontech-Dosen

Das Königreich Bahrain hat allen Gästen aus dem Formel-1-Zirkus eine Gratis-Corona-Impfung zu den Testfahrten und zum Grand Prix angeboten. Die F1-Organisation und die Teams werden das Geschenk aber wohl nicht annehmen.

Mit einer Impfquote von mehr als 30 Prozent kommt Bahrain im Kampf gegen das Corona-Virus gut voran. Gleich fünf verschiedene Impfstoffe sind in dem Königreich am Persischen Golf mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern bereits zugelassen. Nun will der kleine Ölstaat auch die Besucher der Formel 1 an der Corona-Vorsorge teilhaben lassen.

In einer am Sonntag (28.2.) verschickten Mitteilung haben die Verantwortlichen allen offiziell registrierten F1-Angestellten das Angebot unterbreitet, sich im Rahmen der Testfahrten (12.-14.3.) und des Grand Prix (28.3) freiwillig impfen zu lassen. Sowohl Mitarbeiter der F1-Organisation als auch die Mitglieder der Teams sowie akkreditierte Journalisten werden auf Wunsch in das nationale Impfprogramm aufgenommen, heißt es darin.

Zum Einsatz kommt dabei der in Deutschland hergestellte Impfstoff von Biontech/Pfizer. Um die beiden Dosen im vorgeschriebenen Abstand von drei Wochen zu erhalten, müssten die Impfwilligen vor den Testfahrten oder nach dem Rennen noch ein paar Tage extra in Bahrain verbringen. Auf Wunsch soll das Vakzin den Grand-Prix-Gästen direkt nach der Ankunft und vor dem Heimflug verabreicht werden.

F1-Tagebuch - GP Bahrain 2018
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Eine Impfung des kompletten Fahrerlagers würde den reibungslosen Formel-1-Betrieb garantieren. Trotzdem lehnten die Verantwortlichen das Angebot von Bahrain ab.

Keine Abnehmer für Bahrain-Impfstoff

Es sieht allerdings so aus, als würde das Angebot nicht viele Abnehmer finden. Die Formel 1 will nach außen nicht den Eindruck erwecken, dass man sich bei den Corona-Impfungen vordrängelt. Die Gefahr eines öffentlichen Aufschreis ist groß, wie zuletzt bereits Karl-Heinz Rummenigge erkennen musste, der frühzeitige Impfungen für Fußballer ins Spiel gebracht hatte.

Die Verantwortlichen der in England stationierten F1-Organisation haben bereits ihre Ablehnung signalisiert. Es gebe keine Pläne für eine Gruppenimpfung, bevor das Gesundheitssystem in Großbritannien diese verfügbar macht, erklärte ein Sprecher. F1-Boss Stefano Domenicali hatte bereits vor einigen Wochen klargestellt, dass man sich nicht in der Schlange vordrängeln wolle.

Die Teams haben sich dagegen noch nicht offiziell zum Impfangebot geäußert. Es ist aber auch hier mit einer Absage zu rechnen. Dazu auch noch ein Hinweis in eigener Sache: Die Formel-1-Reporter von auto motor und sport, die zum Auftaktrennen nach Bahrain reisen, werden das Angebot nicht annehmen.

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