Bahrain-Testfahrt für McLaren

"Freitag ist der wichtigste Tag"

Fernando Alonso - GP Bahrain 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Fernando Alonso bleibt sich treu. Alles an seinem neuen Job bei McLaren-Honda ist positiv. Bis auf die Ergebnisse. Aber die sind im Augenblick für Alonso zweitrangig. Der Spanier betrachtet jeden Grand Prix als Test.

Für Fernando Alonso strahlt die Welt immer noch rosa. Zumindest nach außen hin. Die doppelte Zielankunft in Shanghai? Ein großer Erfolg. "Weil wir neue Teile an Bord hatten, die verhindern sollten, dass uns die Probleme von Malaysia einholen. Es hat funktioniert. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Der auf zwei Sekunden geschrumpfte Abstand zur Spitze? Im Augenblick nicht so wichtig. "Wir müssen darauf achten, dass wir die Entwicklungsschritte richtig verstehen und umsetzen. Normalerweise kommen neue Probleme hinzu, sobald das Auto schneller wird. Das versuchen wir zu antizipieren. Alle Schritte, die wir machen, sind so ausgelegt, dass sie auch dann noch funktionieren, wenn das Auto eine Sekunde schneller wird."

Auch Alonso bekommt neuen McLaren-Unterboden

Der wichtigste Tag des Wochenendes ist für Alonso der Freitag. "In der ersten Sitzung fahren wir Aerodynamiktests für die Zukunft. Im zweiten versuchen wir die Reifen zu verstehen. Für uns sind die Rennen immer noch wie Testfahrten. Es kommt nicht darauf an, ob wir auf Platz 13 oder 15 landen. Das kannst du draußen keinem erklären. Aber wir sind der einzige Sport, für den man nicht trainieren kann."

Prinzipiell ist Alonso mit seinem McLaren zufrieden. "Das Auto gibt mir Vertrauen. Es hat keine unerwarteten Reaktionen. Alles ist klar und logisch." In Bahrain bekommt auch Alonso den neuen Unterboden, der in Shanghai für Jenson Button reserviert war. Der Spanier hatte vor 7 Tagen freiwillig darauf verzichtet: "Um gleich einmal damit aufzuräumen, dass ich einen Nummer eins Vertrag habe. Einmal trifft es den einen Fahrer, dann den anderen. Beim nächsten Mal bin ich an der Reihe.

Positiv denken gehört bei Alonso zur Zeit zum Dauerprogramm. Gerade jetzt, wo sich für ihn eine Erfahrung wiederholt, die er als Anfänger 2001 bei Minardi erlebte. Er fährt im hinteren Feld. "Ich weiß, was das bedeutet. Musste es nicht eigens lernen. Ich schmecke im Augenblick keinen Champagner, aber jeden Montag nach dem Rennen wache ich zufrieden auf, weil ich weiß, dass ich eine historische Herausforderung zu Ende bringen kann. McLaren-Honda wieder zum Erfolg zu führen."

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