BAR muss sich entschuldigen

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BAR-Honda macht einem tiefen Kotau vor der FIA. Sechs Tage nach dem FIA-Verdikt, wonach der Rennstall wegen der Benzin-Schwindelei an Jenson Buttons Auto im Imola vor zwei Rennen von der WM ausgeschlossen wurde, schickten der Rennstall und sein Motorenpartner einen Entschuldigungsbrief an den Weltmotorsport-Verband.

"Wir akzeptieren das Urteil als fair und wir erkennen an, dass die Richter in diesem, wie auch in anderen Fällen völlig unabhängig sind.“ Es handele sich um ausgezeichnete Rechtsanwälte und professionelle Richter, die ihre Arbeit ehrenamtlich verrichteten.

Hintergrund für die milden Töne aus Banbury: Am Montag hatte die Herstellervereinigung GPR (Grand Prix Racing) , der außer Honda auch BMW, Mercedes, Ferrari und Renault angehören, in einer in umständlicher Bürokratensprache formulierten Pressemitteilung die Integrität der FIA angezweifelt. "Eines der Ziele (der GPR, Anm. d. Red.) ist es, eine entschiedene Interpretation der anzuwendenden Regeln durch einen unabhängigen, leicht zugänglichen und raschen Berufungsprozeß zu haben, der durch eine international anerkannte Institution verwaltet wird, so wie es in anderen wichtigen Sportarten praktiziert wird.“

Die FIA ließ sich diese Beleidigung nicht bieten. Man machte BAR-Honda diskret darauf aufmerksam, dass das Urteil der letzten Woche für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt worden war. Sollte sich BAR in dieser Zeit wieder etwas zu schulden kommen lassen, so würde der Rennstall automatisch für sechs Monate, also bis zum Ende der Saison gesperrt werden. Die FIA verwies darauf, dass eine Verunglimpfung des Sportverbands sehr leicht als Verstoß gegen die Bewährungsauflagen gewertet werden könne.

Ende Juni will der FIA-Weltrat über die Konsequenzen der Hersteller-Vorwürfe beraten. Die GPR hat sich mit ihrer Majestätsbeleidigung in eine politisch schwierige Lage gebracht. Es liest sich wie ein Ablenkungsmanöver von den wahren Tätern. Das Vergehen des GPR-Mitglieds Honda wird in keinem Wort erwähnt.

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