BAR

Noch härtere Strafe?

Foto: Daniel Reinhard 40 Bilder

Die Sportbehörde FIA droht dem für zwei Rennen gesperrten BAR-Team mit einer deutlichen Erhöhung des Strafmaßes mit der Begründung, der Rennstall schade dem Ansehen des Motorsports. Die Mehrheit der Motoren-Hersteller schlägt sich derweil auf die Seite der Verurteilten.

Sowohl BAR-Honda als auch die Herstellervereinigung zweifeln offen oder indirekt die Unabgängigkeit des FIA-Berufungsgerichts an, das den Rennstall am 5. Mai für zwei Rennen von der EM ausschloss und die Punkte von Imola strich.

FIA-Präsident Max Mosley, gelernter Jurist, meint: "Die Unabhängigkeit des Schiedsgerichts ist in vielen Fällen von anderen Instanzen bestätigt worden." In einer Pressemitteilung der Hersteller Mercedes, BMW, Renault, Honda und Toyota war das Gericht indirekt angegriffen worden. Im letzten Absatz forden die Unterzeichner ein klares Reglement und eine unabhängige Gerichtsbarkeit.

BAR-Teamchef Nick Fry fand noch deutlichere Worte: "Warum sind wir die einzige internationale Sportart, die kein unabhängiges Gericht hat?" Zudem beschwerte sich Fry, dass sein Team nach europäischem Recht die Möglichkeit hätte haben sollen, den Fall vor einem englischen Gericht zu verhandeln.

Gummipraragraph mit beliebigem Strafmaß

Was die Chancen vor einem Zivilgericht anbelangt, warnte Mosley: "Sie würden in der Luft zerrissen." Bezüglich der Aussagen von Fry droht die Sporthoheit nun mit weiteren Sanktionen. Laut Artikel 151c des Sportgesetzes kann die FIA einschreiten, wenn sie das Ansehen des Sports in der Öffentlichkeit gefährdet sieht.

Es handelt sich um einen dieser Gummi-Paragraphen, die den Herstellern ein Dorn um Auge sind. Das Straßmaß kann die Sporthoheit selbst festlegen. Es reicht von einer Ermahnung bis zum mehrjährigen Auschluss aus dem Wettbewerb. Die FIA droht, besonders Frys Aussagen noch einmal besonders unter die Lupe zu nehmen.

FIA: "Hersteller sind nicht eingeladen"

Erfahrene Beobachter der Formel 1-Politik werten die Drohgebärde aus Paris jedoch eher als Warnschuss gegen die Hersteller. Max Mosley ist erbost, dass sich diese mit den erwischten Schummlern solidarisieren: "Kein Hersteller, wie groß auch immer, darf sich das Recht herausnehmen, sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen."

Die FIA steht auf dem Standpunkt: "Die Hersteller kamen aus Eigennutz in die Formel 1. Sie sind nicht eingeladen worden, sie haben sich selbst eingeladen." Die umgangssprachliche Übersetzung dieses Textes lautet: "Wenn es Euch hier nicht passt, geht doch woanders hin."

Neues Heft
Top Aktuell Formel Schmidt - GP Brasilien 2018 Formel Schmidt GP Brasilien Verstappen vs. Ocon: Die Schuldfrage
Beliebte Artikel Marcus Ericsson - Sauber - GP Mexiko 2018 Sauber überholt Toro Rosso Der Trick mit der Ericsson-Bremse BAR empört über FIA-Urteil – Schumacher "Schade"
Anzeige
Sportwagen Porsche 911 991 (2018) GT3 Touring-Paket Porsche 911 Carrera bis GT2 RS Elfer-Einmaleins in 5 Minuten Subaru WRX STI Diamond Edition Subaru WRX STI Diamond Edition 354 PS aus Südafrika
Allrad Jeep Gladiator JT Pickup Jeep Wrangler Gladiator (2019) Erste Bilder durchgesickert Toyota Tundra Kalifornien Toyota Tundra im Waldbrand-Einsatz Retten bis das Rücklicht schmilzt
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu