Foto: Daniel Reinhard

BAR

Verbot für die Wunderbremse

Das von BAR entwickelte Bremsdifferenzial wird 2005 endgültig verboten. Darauf einigten sich die Technischen Direktoren der zehn Formel 1-Teams in der vergangenen Woche bei einem Treffen der Technischen Arbeitsgruppe einstimmig.

Selbst BAR-Technik-Chef Geoff Willis schloss sich der Entscheidung an, die in Hockenheim erstmals eingesetzte Bremshilfe zukünftig wieder in der Schublade verschwinden zu lassen. Die Begründung der Ingenieure: Zu hohe Kosten.

Eigentlich kostete die Entwicklung des Differenzials nur 250.000 Dollar - für Formel 1-Maßstäbe ein Kleckerbetrag. Doch auch Willis gab sich nicht der Illusion hin, dass die Konkurrenz nicht über den kommenden Winter in Windeseile nachziehen, oder sogar eine noch wirksamere Variante aus dem Hut zaubern würde. Also beschloss man, beim ständigen Wettrüsten nicht noch eine weitere Front zu eröffnen.

Spät Bremsen ohne Bremsplatten

Das BAR-Team entwickelte das Bremsdifferenzial, um Drehzahl-Unterschiede der Vorderräder beim Bremsen zu regulieren. Damit sollten stehende Vorderräder und damit Unwuchten in der Lauffläche verhindert werden. Jenson Button und Takuma Sato konnten weiter in die Kurven hineinbremsen als die Konkurrenz.

Die erste Version des Differenzials arbeitete hydraulisch mit elektronischer Steuerung. Da diese von der FIA als unerlaubte Fahrhilfe interpretiert wurde, musste das Team nach dem Freien Training zum Großen Preis von Deutschland Ende August die neue Errungenschaft gleich wieder ausbauen. Willis ließ daraufhin eine rein mechanische Version konstruieren, die bei den letzten Saisonrennen zum Einsatz kam. Technikfans können das Bremsdifferenzial beim Saisonabschluss in Brasilien (23.10.) zum letzten Mal bewundern.

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