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"Wir haben nichts zu verbergen"

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BAR-Teamchef Nick Fry wehrt sich gegen die Betrugsvorwürfe gegen seinen Rennstall. Der Engländer wittert in dem Skandal vielmehr eine Intrige der FIA.

BAR-Teamchef Nick Fry empört sich gegen den Betrugsverdacht seitens der Sportbehörde FIA: "Dieses Team ist im Besitz von zwei internationalen Konzernen von höchster Integrität. Glaubt jemand ernsthaft, wir würden absichtlich gegen die Regeln verstoßen", stellt sich Fry gegenüber dem Online-Dienst der britischen Zeitschrift "Autosport" die Frage. Die Anteilseigner an BAR sind British American Tobacco (BAT) und Honda.

Den Vorwurf, man habe im Auto von Jenson Button in Imola einen illegalen Zusatztank eingebaut, streitet Fry vehement ab: "Wir haben nichts zu verbergen. Das Auto war zu keinem Zeitpunkt zu leicht." Vielmehr handle es sich bei dem entdeckten Reservoir um einen Catch-Tank. Damit bei den hohen Fliehkräften in der Formel 1 die Benzinpumpe dennoch konstant mit Sprit versorgt wird, installieren die Ingenieure einen kleinen Sammeltank vor der Pumpe. "Die FIA hat dieses Teil diverse Male gesehen und inspiziert", sagt Fry. "Sie sind völlig vertraut mit dem System."

Nick Fry: "Rechnen mit allem"

Während man sich bei BAR keiner Schuld bewusst ist, rechnet Fry dennoch mit Schwierigkeiten bei der Verhandlung in Paris am kommenden Mittwoch (4.5.). "Unter der gegebenen politischen Situation rechnen wir mit allem", sagt der Teamchef. Fry spielt auf die mögliche Abspaltung der Hersteller von der gegenwärtigen Formel 1 an. Diese sind mit der Politik von FIA-Chef Max Mosley und Vermarkter Bernie Ecclestone unzufrieden. Honda bekennt sich seit Jahresbeginn zu einer alternativen Rennserie unter dem Arbeitstitel GPR.

Repressalien der FIA?

Nick Fry ist einer der federführenden Männer bei der Ausarbeitung des Reglements der GPR. Einige Teamchefs rechneten schon vor Saisonbeginn mit Retourkutschen der FIA in Form von intensiven Untersuchungen und möglichen Disqualifikationen.

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