Barcelona Formel 1 Test: Gesamtergebnis

Mercedes vor Ferrari vor Sauber

Schumacher & Alonso Foto: Daniel Reinhard 52 Bilder

Der letzte Test in Barcelona hat für einige Überraschungen gesorgt. Wir haben für Sie noch einmal die Gesamttabelle mit allen Bestzeiten und den gefahrenen Runden.

24 Fahrer gingen in der letzten Barcelona-Testwoche vor dem Saisonbeginn ins Testrennen. Insgesamt wurden an den fünf Tagen 3.555 Runden gedreht. Bei einer Länge von 4,655 Kilometern legten die Piloten eine Gesamtdistanz von 16.548,5 Kilometern zurück, was im Schnitt pro Fahrer mehr als zwei Grand Prix-Rennen entspricht.

Drei Piloten mit mehr als 200 Runden

Die meisten Meter machte ausgerechnet Jerome D'Ambrosio. Allerdings war das vor der Testwoche schon zu erwarten. Durch die Blinddarm-Operation bei Teamkollege Timo Glock durfte der Belgier gleich an vier Tagen im Virgin-Cockpit sitzen. Insgesamt kamen dabei 263 Runden zusammen.

Der Vergleich mit Felipe Massa, der in der Hälfte der Zeit auf 233 Umläufe kam, zeigt allerdings, dass der Virgin noch längst nicht ausgereift ist. Neben D'Ambrosio und Massa kam mit Sauber-Pilot Kamui Kobayashi noch ein dritter Pilot über die 200er Marke. Einigen Teams spielte nicht nur Technik sondern auch das Wetter einen Streich. Bei Sturm und Regen am Samstag kam kein Pilot auf mehr als 35 Runden.

Schumacher vor Alonso

Viel interessanter als die Rundenanzahl ist allerdings die Zeit. Zur Freude vieler deutscher Fans steht in der Gesamttabelle wieder einmal der Name Schumacher ganz oben. Mit seiner Qualifying-Simulation nahm der Rekordchampion seinem langjährigen Konkurrenten Fernando Alonso dreieinhalb Zehntel ab. Auf Rang drei der Tabelle findet sich mit Rookie Sergio Perez ein noch eher wenig bekannter Name.

Im Gegensatz zu Ferrari und Sauber legte Michael Schumacher seinen schnellsten Run auf Reifen der Marke "soft" zurück. Die Konkurrenz aus Italien und der Schweiz war auf "supersoft" unterwegs, die zwar auf einer Runde zwei bis drei Zehntel schneller sein sollen, aber danach stärker abbauen. Außerdem kommt der Supersoft-Gummi in den ersten drei Rennen gar nicht zum Einsatz.

Unklares Bild an der Spitze

Daraus zu schließen, dass Mercedes nun im Formel 1-Kräfteverhältnis ganz vorne liegt, wäre allerdings voreilig. Von Ferrari ist man gewohnt, dass sie bei Testfahrten den Tank nie ganz leer fahren. Auch Sebastian Vettel, der seine Bestzeit am Donnerstag im Rahmen eines Fünf-Runden-Turns erzielte, ist mit sechs Zehnteln Rückstand sicher bei den Favoriten für Melbourne ganz vorne dabei.

Noch einen Tick schneller als Vettel war in Barcelona Nico Rosberg. Der junge Mercedes-Pilot war dabei sogar stark gehandicapt. Der bewegliche Heckflügel funktionierte am Freitagnachmittag im Silberpfeil nicht, was den Rückstand von einer halben Sekunde schon alleine erklärt. Auch die Strecke war wegen der höheren Temperaturen am Nachmittag sicher nicht schneller als in der Früh, als Teamkollege Schumacher seine Wochenbestzeit fuhr.

McLaren und Force India im Hinterfeld

Überraschend im Hinterfeld sind die Namen der beiden McLaren-Piloten zu finden. Lewis Hamilton und Jenson Button blieben mehr als anderthalb Sekunden hinter der Spitze. Technische Kinderkrankheiten und der Regen durchkreuzten ein strukturiertes Testprogramm. Gleiches gilt auch für die beiden Force India-Piloten, die sogar vom Kovalainen-Lotus geschlagen wurden.

Ganz am Ende der Liste findet sich der Mann mit den meisten Runden wieder. Sehr fleißig aber zu langsam lautet das Urteil über Jerome D'Ambrosio. Für Timo Glock kann man nur hoffen, dass bis Australien noch ein paar neue Teile an den Virgin kommen.

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