Barcelona F1-Test 2014 (Tag 2)

Maldonado schneller als Mercedes

Pastos Maldonado - Lotus - Barcelona - F1 Test 2 - 14. Mai 2014 Foto: Wilhelm 69 Bilder

Pastor Maldonado ist am letzten Testtag von Barcelona die schnellste Runde gefahren. Die größten Schlagzeilen beim großen Finale schrieb aber der Auspuff-Test von Mercedes. Wir sagen Ihnen, was sonst noch passiert ist.

Am letzten Testtag von Barcelona konnten die Piloten endlich bei besten äußeren Bedingungen nach Herzenslust Gas geben. Einige waren in der Früh allerdings zu übereifrig. Daniel Juncadella schmiss seinen Force India mit der Nasenspitze voraus spektakulär in die Bande. Dabei landete nicht nur ein Haufen Kies auf der Strecke sondern auch einige Karbonteile. Am Nachmittag stand der Force India dann noch einmal im Kies – allerdings weit weg von den Reifenstapeln.

Auch Williams-Entwicklungsfahrerin Susie Wolff wollte bei ihrem erstem ersten Einsatz in dieser Saison ihr Talent zeigen. Auch sie musste in der Früh aus dem Sandkasten befreit werden. Allerdings ließ die Schottin ihr Auto dabei wenigstens Heil. Nach einer kurzen Säuberungsaktion ging es schon wieder weiter.

Vettel mit Spätstart, Vandoorne fleißig

Während die Konkurrenz im Kies steckte, stand Sebastian Vettel noch in der Garage. Am Vortag hatte Sebastien Buemi seinen Red Bull mit Getriebeschaden vorzeitig verlassen. Die Schaltbox machte auch einen Tag später noch Mucken, als der Weltmeister ins Geschehen eingreifen wollte. Am Ende kam Vettel nur auf 73 Runden.
 
Besser machte es McLaren-Youngster Stoffel Vandoorne. Bei seiner ersten Testfahrt in einem aktuellen Formel 1-Auto überhaupt wollte der Belgier gar nicht mehr aussteigen. Sagenhafte 136 Runden legte der Nachwuchsmann zurück. Das entspricht fast genau zwei Renndistanzen.
 
Einer freute sich ganz besonders über den fleißigen Einsatz und den haltbaren McLaren: Vandoorne stand am Mittwoch in Diensten von Pirelli. Der Reifenlieferant bestimmte das Programm und die Gummimischungen. Genau übrigens wie bei Force India. Juncadella kam nach kurzer Reparaturpause übrigens noch auf 91 Umläufe.

Caterham muss beim Finale passen

Auch Kimi Räikkönen spulte deutlich mehr Testkilometer ab als noch am Vortag, als der Finne erst von einem Antriebsschaden ausgebremst wurde und dann auch noch einen Dreher produzierte. Gar nichts bekam man dagegen von Caterham zu sehen. Der Crash von Kamui Kobayashi in der ersten Session war nicht zu reparieren. Das kleine Team musste zuschauen und früher Koffer packen.
 
Die größten Schlagzeilen schrieb beim großen Barcelona-Finale allerdings Nico Rosberg, der in der Früh mit dem neuen Trompeten-Auspuff ausrückte, der das Sound-Problem lösen soll. Beobachter sprechen von einer leichten Verbesserung. Von dem früheren V8-Niveau ist die Formel 1 aber auch mit dem unförmigen Trichter-Endrohr noch weit entfernt. Dazu gab es von den Formel 1-Fans in den sozialen Netzwerken noch reichlich Spott obendrauf. Der Vuvuzela-Look wird sich wohl nicht durchsetzen.

Maldonado mit Bestzeit auf Supersoft-Reifen

In der wenig aussagekräftigen Zeitentabelle belegte Rosberg am Ende Rang 2. Wieder einmal brachten einige Piloten auf weichen Reifen das Klassement durcheinander. Pastor Maldonado fuhr mit Supersoft-Gummis eine 1:24.871 Min. Damit war er fast eine Sekunde schneller als Nico Rosberg.

Wie am Vortag wollte Marussia am Ende des Tages ebenfalls mit Supersoft auftrumpfen. Ein technisches Problem verhinderte den Schlussspurt. So wurde es nur Rang 6 für den Franzosen – auf normalen Soft-Reifen.

Die besten Bilder des Tages haben wir wie immer für Sie in der Fotogalerie gesammelt.

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