Kevin Magnussen fährt 153 Runden

Rücken-Schmerzen und leichte Prellungen

Kevin Magnussen - Renault F1 - Formel 1-Test - Barcelona - 25. Februar 2016 Foto: xpb 147 Bilder

Kevin Magnussen ist zurück in der Formel 1. Der Renault-Pilot absolvierte an seinem zweiten Testag in Barcelona den Bestwert von 153 Runden. Die Strapazen waren dem Dänen anschließend anzusehen. Unzufrieden war er allerdings nicht.

Kevin Magnussen lief etwas unrund, als er nach dem Wochenfinale von Barcelona vor die wartende Presse trat. Die 264 Runden in den ersten beiden Tagen hatten ihre Spuren hinterlassen. Magnussen konnte Formel 1-Autos zuvor 11 Monate lang nur von außen betrachten.

"Ich habe einige Prellungen im Schulterbereich. Normalerweise härtet man in diesem Bereich ab. Aber sowas kann man im Fitnessstudio nicht lernen", stöhnte der Skandinavier. "Auch mit dem unteren Rückenbereich hatte ich etwas Probleme. Dann haben wir die Sitzposition etwas geändert und es wurde besser."

Magnussen fährt mehr als 2 Grand Prix-Distanzen an einem Tag

Die kleineren Blessuren nimmt Magnussen gerne in Kauf. Besser zu viel fahren als zu wenig. "Nach den technischen Problemen an den ersten beiden Tagen dieser Woche hatte ich schon etwas Sorgen, dass ich nicht so viele Runden wie erhofft schaffen werde. Aber so war es perfekt für mich wieder reinzukommen und einen Rhythmus zu finden."

Der Pilot konnte gar nicht genug bekommen. Am Ende standen 712 Kilometer auf dem Zähler - mehr als 2 Grand Prix-Distanzen. Mehr schaffte am Donnerstag (25.2.2016) keiner. "Das hat sich richtig gut gefühlt. Ich habe eine ganze Renndistanz am Stück abgespult. Das hat einfach Spaß gemacht. Selbst als ich nach dem langen Stint wieder ins Auto gestiegen bin, habe ich mich gefreut wieder loszulegen. Das war so ein cooles Gefühl."

Aussagen über die Leistungsfähigkeit des RS16 konnte der Däne aber noch nicht machen. "Wir haben hauptsächlich Daten gesammelt und Dinge gecheckt. Das Auto ist aber eine gute Basis. Es ist angenehm zu fahren. Es macht keine unerwarteten Dinge. Ich würde es als fahrerfreundlich bezeichnen. Es fehlt noch Power und Abtrieb. Aber es sind erstmal keine größeren Upgrades in nächster Zeit geplant."

Knöpfe und Begriffe lernen

Aus seiner Zeit bei McLaren kennt der Blondschopf auch die Triebwerke von Mercedes und Honda. Mit dem Renault gibt es jetzt die dritte Antriebseinheit in 3 Jahren. "Die Motoren sind schon ziemlich unterschiedlich. Nicht nur in Sachen Power, sondern auch in Sachen Fahrbarkeit, beim Sound und wie die Systeme arbeiten", analysiert der Pilot. "Es ist kein Geheimnis, dass Mercedes den stärksten Motor hat. Aber Renault hat jetzt gute Möglichkeiten, den Rückstand aufzuholen."

Von McLaren versucht Magnussen auch Erfahrung einzubringen. "Es gab ein paar Sachen, bei denen ich den Ingenieuren gesagt habe, wie es bei McLaren gemacht wurde. Aber sie haben ihren eigenen Weg. Und ich vertraue ihnen." Bei Renault läuft alles etwas anders. Der Neuling im Team ist aber bereit zu lernen. "Das Lenkrad ist unterschiedlich. Die Knöpfe liegen an anderen Stellen. Die Bezeichnungen für Abläufe und Funktionen sind anders. Da muss ich noch ein paar neue Begriffe lernen. Aber bis Melbourne ist ja noch etwas Zeit."

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