Guenther Steiner, Kevin Magnussen & Romain Grosjean - Haas - F1 - 2019 Motorsport Images

Barcelona-Zoff abgehakt

Wo ist das Limit bei Haas?

Kevin Magnussen und Romain Grosjean haben in Barcelona mit ihrem Zweikampf drei Punkte verschenkt. Haas hätte sie gut gebrauchen können. Teamchef Guenther Steiner hat den Fall abgehakt. „Unsere Fahrer wissen jetzt, wo das Limit ist.“

Für die Teams im Mittelfeld geht es um jeden Punkt. Im Rückblick hat Haas in Barcelona drei Zähler verschenkt. Kevin Magnussen und Romain Grosjean vergaßen in ihrem Duell um Platz 7 die Welt um sich herum. Der eine schickte den anderen in die Auslaufzone. Grosjean verlor Reifentemperatur und rutschte insgesamt drei Positionen ab.

Man hätte die Nummer auch mit einem Nichtangriffspakt nach dem Re-Start lösen können, doch wo fängst du an, wo hörst du auf, fragt Teamchef Guenther Steiner. „Grosjean weiß ja nicht, wer da von hinten noch alles kommt. Wenn er Kevin Platz macht, rutschen vielleicht noch zwei andere mit durch.“

Steiner beließ es bei der Standpauke direkt nach dem Rennen. „Ich hatte keine Lust auf eine stundenlange Video-Analyse bis Mitternacht, und ich wollte auch nicht den Richter spielen. Das lässt immer böses Blut zurück. Die beiden hart gekämpft, aber sich nicht absichtlich von der Strecke geschoben. Es war schwer zu entscheiden: Das ist noch Rennfahren, das ist schon Fehlverhalten.“

Kein Nummer-1-Fahrer bei Haas

Der Südtiroler machte seinen beiden Heißspornen nur die Position des Teams klar. „Ihr dürft gegeneinander fahren, aber ihr müsst wissen, wo das Limit ist. In Barcelona seid ihr ein bisschen über das Limit gegangen.“

Laut Steiner gibt es nur einen Weg, Vorfälle wie diese zu unterbinden: „Dann müssten wir einen Fahrer zur Nummer eins bestimmen und den anderen zur Nummer zwei. Das wollen wir nicht. Wir sind froh, dass wir zwei gleichwertige Fahrer haben, die sich gegenseitig anstacheln. Das wollen wir nicht aufgeben.“ Viel wichtiger, so Steiner, sei, dass man ein schnelles Rennauto habe. „Da nehme ich gerne ein paar Kopfschmerzen an der Boxenmauer in Kauf.“

Magnussen vs. Grosjean - Formel 1 - GP Spanien 2019
xpb
Die beiden Haas-Piloten bekämpften sich in Barcelona hart.

Auch Kevin Magnussen hat den Fall abgehakt: „Es ist das Gute an unserem Team, dass kein großes Drama daraus gemacht wurde. Guenther hat uns seine Position erklärt. Wir haben uns die Hand gegeben und wissen jetzt, wie wir in Zukunft mit so einer Situation umgehen müssen.“ Gibt es jetzt etwa Verhaltensregeln? „Es gibt keine Stallorder, wenn ihr das meint“, grinst Magnussen.

Hoffnung auf Pirellis C5-Reifen

Während Barcelona das perfekte Territorium für Haas war, ist Monte Carlo so etwas wie eine Angststrecke. Besonders vor dem Hintergrund, dass es in diesem Jahr das Hauptproblem des US-Ferrari ist, die Reifen in ihr Arbeitsfenster zu bringen. In den langsamen Kurven des Stadtkurses potenziert sich das Problem normalerweise.

Guenther Steiner hofft darauf, dass die weichste Gummimischung von Pirelli den Aufwärmprozess erleichtert. Magnussen wagt keine Prognose: „Wir haben wenig Erfahrung mit dem C5-Reifen. Ich weiß noch nicht mal, ob ich ihn überhaupt schon mal gefahren bin. Aber wir haben in den letzten zwei Rennen einiges über die Reifen gelernt. Ich hoffe, dass uns das weiterbringt.“

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