Barcelona-Test 2

Aero-Feuerwerk

Foto: XPB

Mit vielen neuen Teilen sind die Formel 1-Teams zum Test nach Barcelona gereist. Die schnellste Zeit bei der Aerodynamik- Leistungsschau am Dienstag (15.4.) legte Honda-Pilot Rubens Barrichello auf den Asphalt.

Barcelona im April. Auf den katalanischen Wiesen sprießen die Frühlingsblumen und aus den Chassis der Formel 1-Boliden sprießen plötzlich überall Spoiler, Flügelchen und Leitbleche. Nachdem Ferrari am Montag bereits seine neue "Wundernase" spazieren fuhr, legten die anderen Teams am Dienstag nicht minder spektakulär nach.

Eine besonders auffällige Aerodynamik-Lösung präsentierte Honda. Wo bei BMW ein eckiges Geweih auf der Nase sitzt, verpassten die Japaner ihrem Renner rundlich geschwungene Flügelchen. Schon in der vergangenen Saison testete das Team um Superhirn Ross Brawn die "Dumbo-Ohren", packte sie aus ästhetischen Gründen allerdings schnell wieder in die Tonne.

Zweite Chance für die Nasenflügel

Nach dem Erfolg des "BMW-Geweihs" montierten die Honda-Schrauber die Flügelchen in Barcelona erneut auf die Nase. Dazu testete Rubens Barrichello noch einen modifizierten Frontflügel, neue Radverkleidungen und neue Leitbleche. Auch wenn der Zeitenvergleich nicht zu hoch zu bewerten ist, konnte der Brasilianer mit 1:18.928 Minuten immerhin die schnellste Runde des Tages erzielen.

Im Ranking der meistfotografierten Autos musste sich der Honda allerdings der Konkurrenz von Renault geschlagen geben. Frei nach dem Motto "was Red Bull kann, können wir schon lange", verpassten die französischen Ingenieure ihrem Boliden eine verlängerte Airbox. Neben der Haifischflosse testete Fernando Alonso auch erneut die Radkappen und modifizierte hintere Leitbleche. Wie Chefingenieur Pat Symonds verriet, wurde auch der Unterboden verändert.

Williams mit BMW-Flügel

Neues gab es auch von Williams: Vom BMW-Design inspiriert präsentierten die Briten einen eckigeren Frontflügel, der die Reglementgrenzen deutlich besser ausnutzt als das geschwungenere Vorgängermodell. Auch ein neuer Heckflügel sowie veränderte Leitbleche im Bereich der Vorderachse mussten sich im Testeinsatz in Barcelona bewähren. Nico Rosberg war damit vor Timo Glock und Nick Heidfeld schnellster des deutschen Trios, das von Rang sieben bis neun allerdings nur das Ende der Zeitentabelle markierte.

Ein Team zeigte am Dienstag dagegen gar kein Auto. Toro Rosso musste die geplante Premiere des neuen STR3 auf Mittwoch verschieben. Wie aus dem Team zu hören ist, waren nicht genügend Teile für den geplanten viertägigen Test vorhanden. Das Red Bull-Schwesterteam verkürzte sein Programm kurzerhand um die Hälfte. Mittwoch fährt Sebastien Bourdais, am Donnerstag darf Sebastian Vettel ins neue Cockpit.

Zeitentabelle Barcelona Test 2 (15.4.):

1. R. Barrichello - 1:18.928 - 79 Runden
2. G. Fisichella - 1:19.721 - 79 Runden
3. F. Massa - 1:20.283 - 113 Runden
4. D. Coulthard - 1:20.392 - 89 Runden
5. L. Hamilton - 1:20.452 - 96 Runden
6. F. Alonso - 1:20.616 - 119 Runden
7. N. Rosberg - 1:20.800 - 103 Runden
8. T. Glock - 1:20.870 - 112 Runden
9. N. Heidfeld - 1:20.981 - 98 Runden

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