Barcelona Test III

Kinderkrankheiten

Foto: Red Bull

Zum Abschluss des Wintertests in Barcelona konnte am Mittwoch (19.11.) erneut Sebastian Vettel die Bestzeit setzen. Aber wie am Vortag gab es beim frischgebackenen Red Bull-Piloten auch Probleme. Damit war Vettel jedoch nicht alleine.

Sorgte am Dienstag noch eine spektakulärer Brand am Heck des Red Bulls für eine kurzzeitige Unterbrechung des Testprogramms, versagte das neue Sportgerät von Vettel am Mittwochmorgen still und leise seinen Dienst. Bereits bei der ersten Ausfahrt um kurz nach neun blieb der RB4 mitten in der Boxengasse stehen.

Nachdem der Bolide mit mechanischer Hilfe doch noch zum Weiterfahren überredet werden konnte, spulte Vettel 75 Runden ab und setzte sich mit einer Zeit von 1:19:295 Minuten wie schon am Vortag an die Spitze des Klassements.

BMW-Prototyp mit Kinderkrankheiten

Auch der spektakulär umgebaute BMW zeigte sich erneut von seiner störrischen Seite. Zuerst blieb Nick Heidfeld mit dem Prototypen F1.08B liegen, später klagte auch Testpilot Christian Klien über technische Defizite seines KERS-Boliden. Auch ein kurzer Ausrutscher ins Kiesbett nach einem Hydraulik-Defekt trug nicht gerade zur Aufheiterung des Österreichers bei.

Bei Ferrari zeigte man sich da schon zuversichtlicher. Mit 120 Runden von Luca Badoer schraubten die Italiener ihre Gesamtdistanz der dreitägigen Testfahrt auf insgesamt 1.650 Kilometer. Neben der Standfestigkeit von Motor und Getriebe setzte auch die Scuderia ihr KERS-System ein. Das ließen zumindest Warnaufkleber und verstärkte Gummi-Handschuhe der Mechaniker vermuten.

Aero- und Reifentests bei McLaren

Auch bei McLaren-Mercedes war man mit dem Testabschluss zufrieden, nachdem ein technischer Fehler am Vortag noch zum Abbruch des KERS-Tests geführt hatte. Gary Paffett spulte produktive 81 Runden ab, und blieb mit einer Zeit von 1:21.140 Minuten auf Rang vier der schnellste Pilot, der nicht dem Red Bull-Kader angehört. Neben dem Hybrid-Antrieb legten die Silberpfeile ihren Focus vor allem auf die neuen Slick-Reifen und die Erprobung verschiedener Aerodynamik-Setups.

Während die meisten Teams die Technik erprobten, testete man bei Toro Rosso wieder einmal neue Fahrer. Am Mittwoch waren Sebastien Bourdais und Sebastien Buemi zum Casting geladen und durften über 122 bzw. 115 Runden ihr Können demonstrieren. Am Ende hatte der Franzose mit gut drei Zehnteln die Nase vorne.

Die nächste Testgelegenheit bietet sich vom 9. bis zum 11. Dezember. Dann schlagen die F1-Teams ihre Zelte nur unweit entfernt im spanischen Jerez auf.

Barcelona F1 Test - Tag 3

                                                                                                       

FahrerTeamZeitRunden
1 Sebastian Vettel Red Bull Racing 1:19.295 Min. 75
2 Sebastien Bourdais Scuderia Toro Rosso 1:19.839 Min. 122
3 Sebastien Buemi Scuderia Toro Rosso 1:20.154 Min. 115
4 Gary Paffett McLaren Mercedes 1:21.140 Min. 81
5 Jenson Button Honda 1:21.387 Min. 94
6 Christian Klien BMW Sauber 1:21.534 Min. 88
7 Nick Heidfeld BMW Sauber 1:21.592 Min. 106
8 Bruno Senna Honda 1:21.676 Min. 107
9 Nelson Piquet Renault 1:22.148 Min. 94
10 Nico Hulkenberg Williams 1:22.410 Min. 52
11 Luca Badoer Ferrari 1:22.866 Min. 120
12 Giancarlo Fisichella Force India 1:23.086 Min. 93
13 Pedro de la Rosa Force India 1:23.103 Min. 88
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