Barrichello

"Ich kann Ross helfen"

Foto: Honda F1

Jenson Button und Rubens Barrichello können wieder lachen. Das enttäuschendste Jahr ihrer Formel 1-Karriere endete mit einer erfreulichen Nachricht. Ross Brawn ist neuer Teamchef von Honda. 

"Der ideale Mann für unser Team", jubelt Button. Sein Kollege Barrichello ist nicht ganz unschuldig, dass Brawn bei Honda unterschrieben hat. Barrichello kennt den Engländer aus vergangenen Ferrari-Zeiten. "Ross hat mich drei Wochen vor seiner Unterschrift angerufen und mich gefragt, ob er aus meiner Sicht für Honda der richtige Mann wäre. Ich habe ihn dazu ermutigt, diesen Schritt zu machen."

Prozess der Bestandsaufnahme

Barrichello sieht in seinen früheren Technikchef den letzten Baustein, der Honda fehlt: "Wir haben gute Leute, nur leider sind nicht alle am richtigen Platz. Ross hatte schon bei Ferrari die Fähigkeit, das Optimale aus allen Mitarbeitern rauszuholen." Nur eine Woche nach seinem Amtsantritt ist Brawn schon mitten im Prozess der Bestandsaufnahme. Deshalb flog er auch für zwei Tage nach Jerez, seinem ersten Besuch an einer Rennstrecke seit 13 Monaten: "Ich muss mir ein Bild machen, wie Honda bis jetzt gearbeitet, und wer welche Fähigkeiten hat."

Barrichello lobt: "Ross kann Prioritäten setzen. Er weiß, was wichtig ist und was nicht." Erste Beweise dafür gibt es bereits. Statt sich mit Fernando Alonso für eine Saison einen Superstar an Bord zu holen, sagte er dem Spanier klipp und klar: "Wir sind für dich das falsche Team im nächsten Jahr. Unser Projekt ist langfristig angelegt. Wir können im nächsten Jahr keinen Erfolg garantieren." Brawn plädiert deshalb auch für einen erfahrenen Testpiloten. "Ein junger Fahrer, der beweisen will, dass er schneller als unsere Stammpiloten fahren kann, bringt uns nichts. Ich brauche einen, der das Entwicklungsprogramm beschleunigt."

Starthilfe von Rubinho

Barrichello will seinem Ex-Chef helfen, dass die Renovierung des Teams so schnell wie möglich abgewickelt wird. Wie schnell die Trumpfkarte Brawn Erfolg abwerfen wird, hängt auch vom neuen Auto ab: "Wenn das Auto gut ist, wird vieles einfacher gehen. Sonst dauert es mindestens ein halbes Jahr, bis wir anfangen von der Arbeit von Ross zu profitieren. Ich kann ihm dabei helfen, weil ich schon zwei Jahre im Team bin und die Schwächen und Stärken der Leute kenne." Auch Ross Brawn hofft, dass den Ingenieuren nach dem Flop RA107 wieder ein gutes Auto gelungen ist. "Gute Ergebnisse auf der Rennstrecke erleichtern mir die Arbeit. Dann sind die Leute eher bereit, Änderungen im Team zu akzeptieren, weil der Erfolg den Maßnahmen Recht gibt."

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