Beide Red Bull-Teams mit Ferrari?

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Auch Toro Rosso könnte 2007 mit Motoren aus Maranello antreten. Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz erwartet in den nächsten Tagen eine Entscheidung in der Motorenfrage. Eines steht fest: Red Bull Racing fährt auch 2007 mit Ferrari-Motoren.

Spätestens in Monza will man bei Toro Rosso wissen, wie es 2007 weitergeht, verrät Teamchef Franz Tost. Was auto-motor-und-sport-de bereits Ende Juli andeutete, zeichnet sich nun deutlich konkreter ab. "Vielleicht fahren sogar unsere beiden Teams nächstes Jahr mit Ferrari-Motoren", sagte Mateschitz gegenüber "Motorsport aktuell".

Red Bull versuchte, den auch für 2007 geltenden Leasing-Vertrag mit Ferrari an Toro Rosso umzuleiten, um an Renault-Motoren zu kommen, doch Ferrari-Teamchef Jean Todt ließ nicht mit sich reden. Im Gegenzug bot Todt an, man könne beide Red Bull-Teams ausrüsten - zum Vorzugspreis, versteht sich. Inzwischen sagt Mateschitz: "De facto fährt Red Bull Racing 2007 mit Ferrari."

Liuzzi und Speed dürfen bleiben

Theoretisch gäbe es laut Mateschitz noch die Variante, im kommenden Jahr Toro Rosso mit Renault-Motoren auszurüsten. Angeblich ist der französische V8 in den Bereichen Kühlbedarf und Verbrauch einen Tick besser als der italienische. Doch Dietrich Mateschitz hält das Motorenthema ohnehin für überbewertet: "Wir rechnen mit Unterschieden von zwei Zehntelsekunden pro Runde."

2007 will der Red Bull-Chef mit dem Auto von Adrian Newey konstant aus eigener Kraft in die Punkte fahren. Die Weiterentwicklung des aktuellen Autos wurde aus Kapazitätsgründen schon im Juni eingestellt. Ausreden sind dann keine mehr erlaubt. "Ich kann nicht ankündigen, dass wir 2007 das erste Auto haben, für das wir zu 100 Prozent verantwortlich sind und dann wieder 100 Gründe auftischen, warum wir nicht konkurrenzfähig sind", sagt Mateschitz.

Vettel gehört Red Bull

Bei den Fahrern stehen Mark Webber und David Coulthard bei Red Bull fest. Christian Klien erhielt von Red Bull ein Angebot, in der amerikanischen Champcar-Serie zu fahren. Bei Toro Rosso werden Vitantonio Liuzzi und Scott Speed bleiben.

Mit großem Wohlwollen hat Mateschitz die Leistung von Sebastian Vettel in Istanbul betrachtet. Der 19-jährige Heppenheimer ist eine Zukunftsoption. "Er gehört Red Bull und wurde für die nächsten zwei Jahre an BMW ausgeliehen. Dann können wir ihn zurückholen", sagt der Österreicher. Vielleicht ist 2010 auch Mateschitz Traum wahr geworden. Er hofft nach wie vor auf einen Einstieg von Audi oder VW in die Formel 1.

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