Bernie Ecclestone

"Halte nicht viel von Demokratie"

Foto: Reinhard

In einer perfekten Formel 1-Welt herrscht für Bernie Ecclestone Friede, Freude und Eierkuchen, dank seiner eigenen Alleinherrschaft.

Das Concorde-Abkommen, das er selbst mit aus der Taufe gehoben hat, und der Verkauf der Formel 1-Anteile an die Banken sind Bernie Ecclestone mittlerweile ein Graus. Der nimmermüde Formel 1-Chef klagt über die geforderte Einstimmigkeit bei Abstimmungen. "Das Ergebnis einer solchen Entscheidung sind automatisch Tauschgeschäfte. Der eine sagt zum anderen: Ich stimme nur zu, wenn du mir dies und das gibst."

Dazu nervt den Briten der Umgang mit den Bänkern: "Die verstehen leider nichts von unserem Geschäft. Das Geld, das wir bei den Meetings verschwendet haben, hätte gereicht, den armen Teams umsonst Motoren zu liefern."

Bernie Eccelstone: "Früher immer im Alleingang"

Was waren das drei Jahrzehnte vorher noch goldene Zeiten. Ecclestone gerät ins Schwärmen: "Früher habe ich über alles praktisch im Alleingang entschieden. Hatten wir damals Probleme? Ich glaube nicht. Ich habe mir alle Meinungen angehört und dann in die Richtung entschieden, die von der Mehrheit unterstützt wurde. So sollte es wieder sein. Ich halte nicht viel von Demokratie."

Wie der frühere Diktator die Formel 1 wieder in den Griff bekommen will, warum er Mercedes-Chef Jürgen Hubbert für einen ungeeigneten Nachfolger hält, und warum die Vorstandschefs im Vergleich mit ihm selbst allenfalls Supermarkt-Leiter sind, erklärt Bernie Ecclestone im Interview in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 6/2004, ab 3. März am Kiosk.

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