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Bernie Ecclestone

Vettel noch zu jung für Ferrari

Formel 1-Boss Bernie Ecclestone rät Sebastian Vettel aktuell von einem Wechsel zu Ferrari ab. "Er ist noch zu jung", begründete der Engländer. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali könnte sich den Deutschen dagegen schon im roten Rennoverall vorstellen - auch gerne zusammen mit Fernando Alonso in einem Team.

Wenn es in der Formel 1 Spekulationen über einen Fahrer-Wechsel gibt, sind die Rennställe eigentlich immer sehr schnell mit Dementis zur Hand. Bei Ferrari und Sebastian Vettel ist das allerdings etwas anders. Hier ist das Gegenteil der Fall: Immer wieder kokettieren die Italiener mit dem zweifachen Weltmeister aus Heppenheim. Dass Interesse vorhanden ist, wird gar nicht erst bestritten.

Alonso und Vettel würde funktionieren

"Sag niemals nie", antwortete Teamchef Stefano Domenicali auf die Frage, ob Vettel irgendwann mal für die Scuderia antreten könnte. Auch Ferrari-Platzhirsch Fernando Alonso - ebenfalls zweifacher Weltmeister - würde seiner Meinung nach einem Wechsel nicht im Weg stehen. "Ich denke, beide sind intelligente Jungs, die ohne Probleme nebeneinander existieren können."

In einem von Ferrari am Mittwoch (20.6.) veröffentlichten Doppelinterview gab auch Bernie Ecclestone seinen Senf zu den Gerüchten ab. "Ich würde ihm nicht zu einem Wechsel raten. Er ist noch zu jung." Ganz ausschließen will aber auch der Formel 1-Zampano eine mögliche Verpflichtung des Red Bull-Piloten nicht. "Normalerweise beenden Fahrer ihre Karriere bei Ferrari. Es könnte also Einestages doch noch passieren."

Ecclestone wäre "brillianter" Ferrari-Teamchef

Ecclestone gab Domenicali auch ein paar Tipps. Den Job als Ferrari-Teamchef könnte sich auch der Engländer selbst gut vorstellen. "Ich denke, ich wäre brilliant." Und was würde er als erstes ändern? "Ich würde das Auto schneller machen." Einen Vorschlag, wie das gehen soll, hatte Ecclestone auch schon parat: "Ich würde die Lücken im Reglement so gut wie möglich ausnutzen."

Red Bull-Konstrukteur Adrian Newey gilt als Meister im Finden und Ausnutzen der Regeln. Zuletzt pfiff die FIA Red Bull aber wegen Löchern im Unterboden und in den Radnaben zurück. "Von diesen FIA-Entscheidung verstehe ich ehrlich gesagt nichts", gab Ecclestone zu. "Meiner Meinung nach sollten die Regeln so verfasst werden, dass jeder sie kapiert."

Domenicali fügte hinzu: "Die Fans verstehen vor allem nicht, warum ein Auto heute legal und morgen illegal sein kann. Das verringert die Glaubwürdigkeit unseres Sports. Die Regeln sollten einfacher sein."

Ecclestone betonte, wie wichtig es ist, dass Ferrari wieder zurück in die Erfolgsspur findet: "Wenn man sich mal an einem Grand Prix-Wochenende in den Shops umschaut, dann sind Ferrari-Produkte immer die meistverkauften - egal in welchem Land. Es gibt keine Läden, die nur McLaren, Mercedes oder Red Bull Merchandising verkauft. Das sagt alles."

Bester F1-Pilot aller Zeiten? Rindt, Prost, Villeneuve, Surtees

Bei der Frage nach den besten Formel 1-Fahrern aller Zeiten, haben die beiden allerdings unterschiedliche Ansichten. Bernie Ecclestone kommt als erster Pilot Jochen Rindt in den Sinn. "Wir waren sehr enge Freunde", erklärt der Manager über seinen ehemaligen Schützling. Auch Gilles Villeneuve konnte Ecclestone beeindrucken. "Er war ein Kämpfer. Die Leute haben ihn geliebt."

Auf der Liste ganz oben steht bei Ecclestone aber noch ein anderer Name. "Wenn man mich fragt, wer der beste Fahrer in der Formel 1 war, sage ich Alain Prost. War er einer der Publikumslieblinge? Nein, er war ein wenig wie Fangio. Beide haben getan, was für einen Sieg getan werden musste."

Bei Domenicali steht natürlich ein ehemaliger Ferrari-Pilot auf Platz eins der Liste. "John Surtees, weil er der einzige Mensch ist, der WM-Titel auf vier und zwei Rädern gewonnen hat. Ich habe auch Gilles Villeneuve für seine Leidenschaft verehrt, und Michael Schumacher für seine sieben WM-Titel."

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