Betrugsvorwürfe

Ferrari wehrt sich

Foto: Daniel Reinhard

Ferrari-Technikchef Ross Brawn ist die Diskussion um seine angeblich illegalen Flügel leid. Er droht jedem, der gegen sein Team protestiert mit einer Gegenklage. In der Beweisführung von Protestführer Honda zeigt sich derweil die erste Lücke.

Ross Brawn ist die Diskussionen um die Heckflügel des 248 F1 endgültig leid: "Wenn irgendjemand gegen uns protestieren sollte, werden wir sofort einen Gegenprotest einreichen", droht der Technische Direktor der Scuderia Ferrari. "

Dass Honda-Kollege Geoff Willis Videobeweise für die unzulässige Verformbarkeit der Ferrari-Heckflügel einreichen will, beeindruckt Brawn wenig: "Wir haben selbst Videos von jedem Auto im Feld, wo sich nachweisen lässt, dass sich aerodynamische Komponenten im Fahrbetrieb verbiegen. Wenn Video-Material der Maßstab ist, sind alle Autos illegal."

Rechenfehler bei Honda

Honda-Teamchef Nick Fry hat am Donnerstag eingeräumt, einen Brief an die FIA geschickt zu haben, in dem er die Regelhüter zum Handeln auffordert. Als Indiz für die Unzulässigkeit der Ferrari-Flügel führte Fry Topspeedmessungen in Imola an, bei denen Michael Schumacher an einigen Stellen um sechs km/h schneller gewesen sei als Fernando Alonso im Renault, an anderen Messstellen wiederum um sechs km/h langsamer.

Die Auswertung der Statistik des GP San Marino bestätigt diese Aussagen allerdings nicht. An den vier von der Zeitnahme eingerichteten Messpunkten war Michael Schumacher sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen ausnahmslos schneller als Fernando Alonso. Die Differenz geht aber über 3,9 km/h bei der absoluten Topspeed-Messung vor den Rivazza-Kurven nicht hinaus.

Führende Ingenieure sind der Meinung, dass sich die Flügel erst bei Geschwindigkeiten von jenseits 250 km/h verformen. Auffällig: Auch an den langsameren Punkten (Tosa, Ziellinie) liegt Schumacher vorn.

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