Biegsame Flügel

Schluss mit Tricksen

Foto: Daimler-Chrysler

Mit neuen Zugbelastungstests will die Sporthoheit FIA verhindern, dass die Teams biegsame Flügelelemente bauen, um auf den Geraden eine höhere Endgeschwindigkeit zu erzielen. Heckflügelbrüche sollen nun Geschichte sein.

Kimi Räikkönens Unfall in Hockenheim gab das Startsignal. Eine interne Untersuchung hatte ergeben, dass doch ein Design-Fehler für den Heckflügelbruch in Hockenheim verantwortlich war. Um weiteres Unheil zu verhindern, geht der Weltverband ab sofort rigoros gegen die Unsitte vor, dass sich die Heckflügel-Flaps mit steigender Geschwindigkeit verbiegen.

Bis zu acht km/h Topspeed bringt der Trick. Die Rundenzeiten sinken je nach Strecke um 0,3 bis 0,5 Sekunden. "Das ist Betrug", wetterte Toyota-Technik-Chef Mike Gascoyne. Er begrüßt die FIA-Initiative: "Wir gehören zu den zwei Teams, die immer korrekt gefahren sind."

Maximal fünf Millimeter Toleranz

In Ungarn wurde die Beweglichkeit der Flaps erstmals kontrolliert. An drei Stellen zieht ein 50 Kilogramm-Gewicht die obere Kante des Flügels nach hinten. Maximal fünf Millmeter Verformung sind erlaubt. Die Teams müssen nun steifere Karbonstrukturen verwenden. Geheime Messungen mit Spezialkameras hatten ergeben, dass sich die Ferrari-Flügel am meisten verbiegen, gefolgt von BAR und McLaren, die erst am Nürburgring den Trick kopiert hatten. Williams landete nur auf Rang sechs.

Genaugenommen handelt es sich nicht um einen Regelverstoß, sondern das Ausnutzen einer Gesetzeslücke. Bislang wurde nur der gesamte Flügel inspiziert. Er durfte sich bei einer Last von 100 Kilogramm um höchstens ein Grad nach hinten biegen. Findige Ingenieure waren draufgekommen, dass man den Luftwiderstand auch dann entscheidend verringern kann, wenn sich nur ein Flap verbiegt. Davon steht aber nichts im Reglement.

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