Robert Kubica - Williams - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017 sutton-images.com
Robert Kubica - Williams - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017
Robert Kubica - Williams - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017
Impressionen - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017
Robert Kubica - Williams - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017
Robert Kubica - Williams - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017 103 Bilder

Ergebnis F1-Test Abu Dhabi 2017 (Tag 1)

Kubica fährt 100 Runden im Williams

Robert Kubica kam in Abu Dhabi an seinem ersten Testtag im Williams auf 100 Runden. Die Bestzeit schnappte sich am Ende aber Kimi Räikkönen im Ferrari. Wir haben Infos, Bilder und Zeiten vom vorletzten Testtag des Jahres.

Als Robert Kubica um kurz vor 9 Uhr Ortszeit in den Williams stieg, hatte sich vor der Garage bereits eine kleine Menschentraube versammelt. Alle wollten miterleben, wie der Pole die ersten Kilometer für sein neues Team abspult. Doch ganz unter Dach und Fach ist das Comeback in der neuen Saison noch nicht. Kubica muss den Technikern beweisen, dass er nicht nur im 2014er Modell schnelle und konstante Runden drehen kann, sondern auch im Neuwagen.

Wegen der begrenzten Testzeit musste der 32-Jährige nebenbei natürlich auch noch das geplante Entwicklungsprogramm abspulten. Auf die persönlichen Befindlichkeiten des Fahrers konnte man keine Rücksicht nehmen. Vor allem die Reifen standen im Fokus der Techniker. Pirelli versorgte die Teams erstmals mit den neuen Gummis des Jahrgangs 2018. Bei allen sieben Sorten Slicks wurde die Mischung geändert.

Kubica nicht auf Bestzeitenjagd

Am Ende kam Kubica in seiner Schicht immerhin auf 100 Runden, bevor er das Auto zwei Stunden vor dem Ende der Sitzung an Stammkraft Lance Stroll übergab. Als beste Rundenzeit ließ der Krakauer eine 1:41.296 Min. auf den Soft-Reifen notieren, was im Tagesklassement Platz 8 entsprach. Die weicheren Gummis sollen erst morgen aufgeschnallt werden. Deshalb hinkt der Vergleich mit Stroll, der 1,7 Sekunden schneller fuhr.

Der Neuling im Team gab sich anschließend einigermaßen zufrieden: „Es ging für mich heute auch nicht um Bestzeitenjagd, sondern vor allem um ein konstant gutes Tempo, damit wir Daten zu den neue Reifen sammeln können. Ich denke, wir haben den Plan gut umgesetzt. Ich bin zufrieden mit den Longruns. Natürlich gibt es beim Vertrauen ins Auto noch Potenzial nach oben, aber das ist nur eine Frage der Zeit.“

Kubica bittet die Fans und Medien um etwas Zeit und Geduld: „Ich fange ja praktisch ganz von vorne an. Die Formel 1 hat sich in den letzten sieben Jahren komplett verändert. Es geht also wieder bei null los. Aber natürlich hilft mir meine Erfahrung, dass der Lernprozess etwas schneller abläuft als früher. Ich habe großes Selbstvertrauen, dass ich es schaffen kann.“

Alonso fährt neue Halo-Version

Fernando Alonso - McLaren - Abu Dhabi - Test 1 - 28. November 2017
xpb
Halo mit kleinen Flügelchen - bei McLaren wurde schon für 2018 getestet.

Ein genauer Blick lohnte sich nicht nur an der Williams-Garage. Auch bei McLaren wurde eine gute Show geboten. In der Früh rückte Fernando Alonso mit einem Halo der neuesten Generation aus. Der Cockpit-Bügel war mit kleinen Flügeln auf der Oberseite versehen, die den Luftstrom in die gewünschten Bahnen lenken sollten.

Kaum war der Heiligenschein abgebaut, war das Testprogramm bei McLaren allerdings auch schon wieder beendet. Nein, es lag ausnahmsweise nicht an der fragilen Honda-Technik, sondern an einem Unfall von Alonso. Der Spanier war vorwärts in die Bande gerutscht und hatte sich die Aufhängung verbogen. Ein Abschlepper musste den McLaren bergen. Trotz des Malheurs kam Alonso am Ende des Tages noch auf 115 Runden und die sechstbeste Zeit.

McLaren hatte übrigens noch ein zweites Eisen im Feuer. Weil der Pirelli-Reifentest in Sao Paulo nach Sicherheitsbedenken abgesagt werden musste, kam Nachwuchsmann Oliver Turvey in Abu Dhabi zu einem unverhofften Einsatz. Allerdings war das Testprogramm des zweiten McLaren-Autos strickt vom Reifenlieferanten vorgegeben. Hier durften die Ingenieure des Teams keine Entwicklungsteile ausprobieren. Der letzte Platz in der Tagestabelle hat somit überhaupt keine Aussagekraft.

Räikkönen-Bestzeit vor Ricciardo

Generell sind die Zeiten mit Vorsicht zu genießen. Bei allen Teams stand die Sammlung von Daten über die neuen Reifen auf dem Program. Pirelli hatte zum ersten Mal alle Mischungen der 2018er Gummi-Generation zur Verfügung gestellt. Am Ende fuhren alle Piloten ihre Bestzeiten auf den neuen Hyper-Softs.

Der Vollständigkeit halber wollen wir aber natürlich nicht verschweigen, dass Kimi Räikkönen im Ferrari in 1:37.768 Min. die schnellste Runde des Tage drehte – fast 3 Zehntel schneller als Daniel Ricciardo im Red Bull. Weltmeister Lewis Hamilton musste sich mit Rang 3 begnügen, zeigte sich aber mit den neuen Gummis zufrieden. „Der Hyper-Soft ist der beste Reifen, den Pirelli seit ihrer Rückkehr in die Formel 1 gebaut hat. Die anderen Mischungen sind immer noch etwas zu hart, aber wir bewegen uns immerhin in die richtige Richtung.“

Nico Hülkenberg absolvierte im Renault ebenfalls seine letzten Runden der Saison. Am Ende wurde es Platz 7 in der Tageswertung. Die meisten Runden spulte übrigens Romain Grosjean im Haas ab. Der Franzose kam auf 137 Umläufe, was mehr als zwei GP-Distanzen entspricht.

In der Galerie finden Sie die Bilder zum ersten Einsatz von Robert Kubica im Williams und den interessanten Technik-Tests.

Ergebnis Abu Dhabi F1-Test 2017 – Tag 1

Abu Dhabi F1-Test 2017: Tag 1

Fahrer Team Zeit Runden
1. Kimi Räikkönen Ferrari 1:37.768 Min. 99
2. Daniel Ricciardo Red Bull 1:38.066 Min. 109
3. Lewis Hamilton Mercedes 1:38.551 Min. 136
4. Romain Grosjean HaasF1 1:39.270 Min. 137
5. Lance Stroll Williams 1:39.580 Min. 29
6. Fernando Alonso McLaren 1:38.762 Min. 115
7. Nico Hülkenberg Renault 1:39.803 Min. 85
8. Nikita Mazepin Force India 1:39.959 Min. 90
9. Robert Kubica Williams 1:41.296 Min. 100
10. Sean Gelael Toro Rosso 1:41.428 Min. 117
11. Marcus Ericsson Sauber 1:41.681 Min. 97
12. Oliver Turvey McLaren (Pirelli) 1:41.914 Min. 105
Motorsport Aktuell Robert Kubica - Formel 1 Kubica testet in Abu Dhabi Nächster Schritt zum F1-Comeback

Williams bestätigt Robert Kubica für die Testfahrten nach dem Saisonfinale.

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