BMW baut zurück

BMW-Sauber in Barcelona ohne KERS

BMW-Sauber Foto: Daniel Reinhard 27 Bilder

BMW wird beim Europa-Saisonstart der Formel 1 in Barcelona ohne das Hybridsystem KERS fahren. Stattdessen soll ein großes Aeropaket dafür sorgen, dass es für das gebeutelte Team wieder aufwärts geht.

"Wir treten in Spanien mit einer in vielen Punkten veränderten Aerodynamik an", erklärt Sportchef Mario Theissen. "Darauf wollen wir uns vorerst voll und ganz konzentrieren." Deswegen verzichte man vorerst auf KERS.
 
Eine Kehrtwende in Bezug auf die Hybridtechnik bedeute dies aber keineswegs, stellt Theissen klar: "Wir sehen KERS uneingeschränkt positiv. Bislang hat es klaglos funktioniert, selbst in den Regenfluten von Malaysia." Nick Heidfeld ließ allerdings durchblicken, dass das System beim GP China Schwierigkeiten bereitet habe und dass er es deswegen sicherheitshalber abschaltete.

Zweite F1.09-Evolutionsstufe

Der BMW F1.09 wurde in den letzten Wochen  stark überarbeitet. "Völlig neu sind die Fahrzeugnase, die stärker eingezogenen Seitenkästen und der Heckflügel", erläutert Technikchef Willy Rampf. "Darüber hinaus wurden der Frontflügel, die Motorabdeckung sowie der Unterboden weiterentwickelt."
 
Nach dem schwachen Saisonstart war BMW in Zugzwang geraten: "Wir sind alles andere als zufrieden mit dem Überseeblock", räumt Theissen ein. Bei den ersten vier Rennen konnte BMW bislang nur vier Punkte erobern: In Malaysia wurde Nick Heidfeld - begünstigt durch Wetterkapriolen und Rennabbruch - Zweiter. Zuletzt verbuchte das Deutsch-Schweizer Team in Bahrain mit den Plätzen 18 und 19 das schlechteste Ergebnis seiner Geschichte.

Kleine Fehler mit großer Wirkung

"Nach den Testfahrten im Winter hatten wir die Erwartung, jetzt noch eine Schippe drauf zu legen und vorne mit dabei zu sein", sagt Theissen. Ein Trugschluss, wie man jetzt weiß. Der Sportchef  wagt einen Erklärungsversuch: "Das Feld rückte trotz der Regeländerung sehr eng zusammen. Zwischen dem Ersten und dem Letzten liegen manchmal nur noch 1,4 Sekunden. Bei einer solchen Leistungsdichte wirken sich selbst kleine Fehler gravierend aus."

Das erklärte Saisonziel - Mitfahren um den WM-Titel - wurde von der BMW-Teamleitung inzwischen deutlich revidiert. "Ich hoffe, dass wir nach dem enttäuschenden Start einen guten Gradienten hinlegen", orakelt Theissen. "Aber die Aerodynamik-Modifikationen werden uns sicherlich nicht vom hinteren Mittelfeld an die Spitze spülen."

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