BMW-Problem

Heidfeld glaubt an Besserung

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Noch geht bei BMW alles seinen gewohnten Gang. Sieben Stunden Testfahrten in Valencia, eineinhalb Stunden Analyse im Briefingraum. Doch zuhause in Hinwil und München rauchen die Köpfe. Der neue BMW ist zu langsam.

Die Fahrer klagen über Probleme mit der Balance. "Wir haben Untersteuern und Übersteuern, und von beidem zuviel davon", berichtet Nick Heidfeld.

Dazu kommt, dass der alte F1.07 schnellere Rundenzeiten fährt, auch wenn die nackten Zahlen laut Heidfeld so nicht vergleichbar sind. "Ich kann nur soviel sagen: Das alte Auto war besser ausbalanciert." All das zusammen sind normalerweise alarmierende Nachrichten, acht Wochen vor dem ersten Grand Prix.

Nick Heidfeld und Robert Kubica geben sich nach außen hin noch gelassen, doch eine leichte Nervosität ist ihnen bei aller Abgeklärtheit dennoch anzumerken. Heidfeld macht sich Mut: "Wir haben die Probleme eingekreist. Die Ingenieure arbeiten an Lösungen. Die werden wir vielleicht noch nicht beim nächsten Test sehen, aber wie mir die Techniker versichern, bestimmt bis zum ersten Rennen in Melbourne. Sie geben mir das Gefühl, dass sie die Sache im Griff haben."

Keine Angst, dass sich das Problem nicht bis zum Saisonstart lösen lässt? "Hundertprozentig sicher kann man sich in diesem Geschäft nie sein. Es wäre natürlich sehr ärgerlich, wenn wir es bis dahin nicht hinkriegen."

Bei der Konkurrenz läuft es besser

Zur Zeit müssen die BMW-Piloten mit Kompromissen leben. "Ich muss anders fahren als ich das gerne möchte", gibt Heidfeld zu. Das stört natürlich das normale Entwicklungsprogramm. Solange sich das Auto zickig benimmt, lässt sich der Erfolg von Modifikationen schwer abschätzen. Möglicherweise werden sie durch das Grundübel überdeckt.

Natürlich schmerzt es, wenn man sieht, dass bei Renault, Williams, ja sogar bei Red Bull, alles viel besser läuft. Aber an der Situation ändert das nichts. "Ich wäre auch nicht glücklicher, wenn die Probleme hätten." Was genau den neuen BMW F1.08 bremst, erfährt man nicht. Aerodynamisch, mechanisch, eine Kombination von beidem? Offiziell herrscht Schweigen. "Da würden wir zuviel verraten", sagt Heidfeld.

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