BMW-Sauber

Ärger mit McLaren

Foto: dpa

Update + + BMW-Pilot Nick Heidfeld hat sich nach dem Qualifying zum Großen Preis von Malaysia über das Blockade-Verhalten von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen beschwert. Jetzt müssen sich die Stewards um den Streit kümmern.

"Ich hätte deutlich schneller fahren können", grummelte Heidfeld nach Abschluss des Zeittrainings. Doch mit den beiden Silberpfeilen sowie Mark Webber und Robert Kubica versperrten gleich vier Fahrer den Weg auf der kurzen Gerade vor Kurve vier. "Besonders die beiden McLaren krochen mitten auf der Ideallinie rum", beschuldigte Heidfeld die Silberpfeile. Wie Slalomstangen musste der 30-jährige BMW Pilot seinen Konkurrenten ausweichen.

Unterschiedliche Taktik

Das Problem lag in der unterschiedlichen Strategie im Qualifying. Aus Angst vor einem Regenschauer verlegten einige Teams ihren letzten schnellen Versuch vor. Bei BMW pokerte man dagegen bis zu letzten Sekunde. Als Heidfeld seine fliegende Runde begann, befand sich der Rest des Feldes bereits im Spritspar-Modus. Mit einem Geschwindigkeitsunterschied von rund 210 km/h musste Heidfeld die Konkurrenz passieren.

Der Vorfsll ist umso ärgerlicher, da das Feld hinter den beiden Ferrari nur wenige Hundertstel auseinander liegt. "Wir hätten leicht einige Plätze gut machen können", sagte BMW-Motorsportchef Mario Theissen. Nick Heidfeld präzisierte: "Das hat mich sicher zwei, drei Zehntel gekostet, wodurch ich vielleicht sogar auf Rang drei gestanden hätte."

Schützenhilfe bekommt BMW von Red Bull-Pilot Mark Webber: "Die gehören bestraft", forderte der Australier. "Ich habe schon früh über den Funk mitgeteilt bekommen, dass sich noch Piloten auf der schnellen Runde befinden." Während Webber fair die Ideallinie frei machte, fuhren die McLaren Heidfeld vor die Nase.

Heidfeld aus dem Rhythmus

"Natürlich irritiert das", sagte Heidfeld, "wenn man 100 Mal die gleiche Linie gefahren ist und nun in der Bremszone die Linie wechseln muss. Man kommt aus dem Rhythmus. Außerdem konnte ich die Markierungen für die Bremszone nicht richtig erkennen."

Auch Reanult-Pilot Fernando Alonso war noch auf seiner fliegenden Runde. Nach leichtem Zögern sagte der Spanier: "Von den sieben Autos auf der Strecke haben sich fünf korrekt verhalten. Die beiden McLaren haben eben die Ideallinie für den Weg in die Box gewählt. Jetzt müssen die Stewards entscheiden."

McLaren muss zittern

Nach dem offiziellen Protest kümmert sich die Rennleitung bereits um die Angelegenheit. Die beteiligten Piloten sind bereits herbei zitiert worden und mussten eine Aussage machen. Jetzt droht eine Strafversetzung. Auf besondere Gnade von der FIA brauchen Hamilton und Kovalainen wohl nicht zu hoffen.

Von den beiden Piloten selbst waren nur Entschuldigungen zu hören. Angeblich sind auch sie am Funk gewarnt worden. "Die Spiegel sind sehr klein und wir wollten auf nicht die Linie wechseln", so Kovalainens Ausrede. Mercedes-Sportchef Norbert Haug ging dagegen auf Angriff: "Was fährt der Nick auch noch so spät da rum. Wenn man sich vorher so lange Zeit lässt, muss man wissen, dass anschließend Verkehr auf der Strecke ist."

Neue Regelung gefordert

Für die Auslaufrunde ist nun wieder eine Änderung der Regeln in die Diskussion gekommen. Ähnlich wie bei der Fahrt in die Startaufstellung vor dem Rennen forderte Heidfeld ein Zeitlimit für die Piloten. Damit wäre der Geschwindigkeitsunterschied nicht ganz so groß. Das Thema soll bei der nächsten Sitzung mit Rennleiter Charlie Whiting besprochen werden.

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