BMW

Theissen bestätigt Test-Poker

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BMW-Teamchef Mario Theissen hat am Donnerstag (13.3.) zugegeben, dass nicht alle Testzeiten veröffentlicht wurden. Das Fahrerlager rätselt nun über die wahre Stärke von BMW-Sauber.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so schlecht gearbeitet haben“, sagte Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg in Melbourne. Auch die Ingenieure könnten nicht einschätzen, wo das deutsche Formel-1-Team steht, erklärte Rosberg drei Tage vor dem Großen Preis von Australien. Anfang des Jahres hatte BMW-Sauber mit erheblichen Problemen zu kämpfen gehabt.

Rückstand auf Spitzenduo

Zur Erhellung beitragen konnte Mario Theissen. „Ich sehe uns nicht auf der Höhe von Ferrari und McLaren-Mercedes zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte der BMW-Motorsportchef. Dem pflichtete Pilot Nick Heidfeld bei: „Ich vermute, dass wir nicht aus eigener Kraft das erste Rennen gewinnen können.“ Es sei „okay“, wenn er Fünfter werde, sollten alle Autos ins Ziel kommen. Cool zeigte sich der 30 Jahre alte Mönchengladbacher im brütend heißen Melbourne, die Augen hinter einer Designer-Sonnenbrille versteckt.

Der selbst gestellte Anspruch von BMW-Sauber lautet aber trotz der anfänglich großen Probleme mit dem neuen Auto, aus dem Zweikampf zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes einen Mehrkampf zu machen. „Es ist auch höchste Zeit, dass sich was bewegt“, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im Hinblick auf das deutsche Hersteller-Duell.

BMW stapelt weiter tief

Vorerst muss sich damit aber wohl auch Haug noch ein bisschen gedulden. Kollege Theissen räumte ein, er rechne nicht damit, dass sein Team zu Saisonbeginn um den Sieg kämpfen kann. Stattdessen schätzt der BMW-Chef Renault, Williams-Toyota und Red Bull als schärfste Konkurrenten ein. Denn erst einmal dürfte es für die Weiß-Blauen darum gehen, den dritten Rang zu verteidigen, anstatt den zweiten anzugreifen.

Grund dafür dürften Nachbesserungen am neuen F1.08 sein, mit dem der entscheidende Schritt zur Annäherung an die beiden Top-Teams gelingen soll. In punkto Fahrwerk wurden die Probleme rasch behoben, als diffiziler erwies sich die Arbeit an der Aerodynamik. Theissen sprach von einer „Fülle von Maßnahmen“.

Die Eingriffe zeigten offenbar schon Wirkung. Allerdings behielt BMW-Sauber bis unmittelbar vor dem Saisonauftakt dies für sich – zumindest in einem Fall. Wie bereits berichtet gab BMW bei exklusiven Testfahrten in Valencia an einem Tag nicht die Bestzeit bekannt, die bei der Simulation einer Qualifikationsrunde erzielt wurde, sondern eine schlechtere. „Das ist wahr“, bestätigte Theissen nun. Spätestens beim Rennen am Sonntag (16.3.) muss BMW-Sauber die Karten auf die Piste legen.

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