BMW

Unsicher vor der Saison

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Beim geplanten Angriff auf den WM-Titel stochert Formel-
1-Pilot Nick Heidfeld noch im Nebel. "Wir haben uns natürlich einige Ziele gesetzt. Aber die sind ein bisschen aus der Luft gegriffen, weil wir keine Anhaltspunkte haben, wo die anderen sind", sagte der 31-Jährige am Samstagabend (29.11.) bei der BMW-Saisonabschlussparty in München

In der längst gestarteten Vorbereitung auf die neue Saison sorgen wie bei der Konkurrenz auch bei BMW-Sauber umfangreiche Regeländerungen für große Ungewissheit. "Wir haben eine Menge Arbeit, aber wir schaffen das. Wir werden zum ersten Rennen gerüstet sein", versprach BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

An der Vorgabe für das vierte Jahr des Rennstalls will die Konzernspitze trotz Regel-Revolution und Wirtschaftskrise nicht rütteln. "Das Ziel muss sein, wirklich um den Titel zu kämpfen", forderte Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Zwar erfüllte das Team auch in der abgelaufenen Saison mit dem ersten Grand-Prix-Sieg seine ehrgeizigen Pläne, doch mit dem wachsenden Erfolgszwang fühlt sich selbst Theissen nicht ganz wohl, verriet er zwischen Mango-Garnelen-Salat und Schwarzfederhuhn. "Aber die Formel 1 ist eben keine Komfortzone", räumte der 56-Jährige ein.

Auch Routinier Heidfeld mochte eine gewisse innere Unruhe nicht verhehlen. «Es ist weniger Druck und Anspannung als über die Saison, aber so ein komplettes Abschalten geht eigentlich nicht», gestand der Mönchengladbacher. Zumindest privat ist Heidfelds Glück perfekt. Am vergangenen Dienstag hielt er in der Nähe des Pariser Eiffelturms um die Hand seiner langjährigen Freundin Patricia an, mit der er bereits zwei Kinder hat. "Ich bin sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und natürlich glücklich, dass meine Freundin Ja gesagt hat", sagte Heidfeld. Einen Hochzeitstermin gebe es noch nicht, aber die Beziehung habe der Schritt schon jetzt "nochmal verstärkt".

Seiner "Ehe" mit BMW-Sauber hatte in diesem Jahr indes sogar die Scheidung gedroht, weil Heidfeld ungewohnte Leistungsschwankungen zeigte. Stattdessen avancierte sein polnischer Teamkollege Robert Kubica zum WM-Kandidaten und will dies in der kommenden Saison wiederholen. "Wir brauchen ein bisschen Glück. Alles ist möglich", sagte der 23 Jahre alte WM-Vierte, der bei einer Show-Einlage mit seinem Boliden beinah von der Bühne gerutscht wäre.

Den neuen F1.09 werden Kubica und Heidfeld zum ersten Mal am 20. Januar in Valencia der Öffentlichkeit präsentieren. Die geänderten Aerodynamik-Regeln werden dem Auto ein deutlich anderes Aussehen verleihen als seinem Vorgänger. Die Rückkehr der profillosen Reifen und die Einführung des Hybridsystems KERS stellen zusätzliche Herausforderungen für den Rennstall dar, der in diesem Jahr als Dritter der Konstrukteurswertung noch den großen Rivalen Ferrari und McLaren-Mercedes den Vortritt lassen musste. "Wir haben einen Einschnitt vor uns. Derzeit hängen wir quer in der Luft, um das hinzukriegen", erklärte Theissen.

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