Mercedes Teamfoto - Valtteri Bottas - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
Vettel & Bottas - GP Russland 2017
Valtteri Bottas - GP Russland 2017
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Bottas feiert Premierensieg

„Haben alle meine Starts analysiert“

Mit dem Sieg von Valtteri Bottas haben in Russland wohl nur wenige gerechnet. Der Finne selbst war von dem plötzlichen Erfolg ebenfalls überwältigt. Den Grundstein hat er schon im Januar in der Mercedes-Fabrik gelegt.

Normalerweise gelten Finnen ja eher etwas unterkühlt. Doch Valtteri Bottas war das Grinsen nach seinem ersten Formel 1-Sieg gar nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen. „So richtig habe ich es noch nicht kapiert. Ich zeige ja normalerweise meine Gefühle nicht so offen. Aber als ich auf dem Podium die finnische Hymne gehört habe, wurde ich dann doch von den Emotionen überwältigt.“

Bottas mit Nerven aus Stahl

Einer der ersten in der Reihe der Gratulanten war Landsmann Kimi Räikkönen. „Ich freue mich wirklich sehr für Valtteri. Viele denken ja, dass wir beide uns nicht leiden können, weil wir uns auf der Strecke schon ein paar Mal näher gekommen sind. Aber das ist nicht der Fall“, stellte der Iceman klar.

Auch die Teamleitung zollte dem 107. Sieger der Formel 1-Geschichte Respekt. „Der Druck von Sebastian am Ende war furchtbar. Wir waren bis 3 Kurven vor dem Ziel nicht sicher, dass er es schaffen wird“, grinste Lauda nach der Zieldurchfahrt. „Der erste Sieg ist immer der schwierigste. Danach wird es leichter.“

Auch Toto Wolff lobte vor allem die Leistung im spannenden Finale: „Valtteri hat in allen Klassen bewiesen, wie stark er ist. Und heute hat er unter schwierigen Bedingungen einen verdienten Sieg eingefahren. Er hat das Rennen perfekt kontrolliert. In den letzten Runden hat es Nerven aus Stahl gebraucht, um dem Druck eines vierfachen Champions standzuhalten.“

Bottas analysiert alle seine Starts

Neben der fehlerfreien Fahrt in den letzten Runden war vor allem der Raketenstart der Schlüssel zum Sieg. Der Nachteil der zweiten Reihe wurde durch den langen Anlauf zur ersten Kurve in Sotschi sogar zum Vorteil für den Mercedes-Piloten. „Ich glaube mein Start war nicht viel besser oder schlechter als der von Sebastian. Aber ich konnte mich im Windschatten heransaugen und vorbeifahren.“

Starts gehörten nicht immer zu den Stärken von Bottas. Bei Williams verlor der Finne häufiger Plätze auf den ersten Metern. Doch im Winter hat der Mercedes-Neuzugang hart an diesem Punkt gearbeitet. „Wir sind im Januar und Februar in der Fabrik alle meine Starts durchgegangen. Wir haben analysiert, welche Fehler gemacht wurden und wo man noch etwas verbessern konnte . Das hat sich ausgezahlt.“

Der Sieg von Bottas kam zum perfekten Zeitpunkt. Nach den ersten drei Rennen hatten ihn einige Zweifler schon in den Nummer-2-Status schieben wollen. Sogar eine Diskussion über Stallregie zu Gunsten von Hamilton wurde begonnen. „Das hat mich gar nicht interessiert“, erklärte Bottas nüchtern. „Ich wusste, dass die Saison noch jung ist. 30 Punkte Rückstand lassen sich schnell aufholen.“ Nun liegen die beiden Mercedes-Piloten nur noch 10 Zähler voneinander getrennt.

Kommt es jetzt zum Stallkrieg?

Teamchef Wolff glaubt nicht, dass sich die freundliche Beziehung von Bottas und Hamilton nun verändert. „Lewis war heute der Erste, der ihm gratuliert hat. Natürlich sind beide am Ende Kontrahenten auf der Strecke. Aber ich denke nicht, dass sich das Verhältnis in eine Richtung entwickeln wird, wie wir es bei Lewis und Nico letztes Jahr gesehen haben.“

Auch Bottas erwartet kein verschärftes Stallduell: „Bisher lief alles sehr professionell ab. Wir sind sehr offen und ehrlich miteinander umgegangen. Wir arbeiten als Team sehr gut zusammen. Im Laufe der Saison könnte es natürlich noch etwas problematischer werden, wenn es wirklich um die WM geht. Dann wird sicher weniger geredet und mehr gekämpft.“

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