Valtteri Bottas - Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Rennen sutton-images.com
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Bottas tankt Selbstvertrauen

Dreikampf um den WM-Titel?

Alle sprechen von Sebastian Vettel und Lewis Hamilton. Doch spätestens mit dem Sieg in Österreich gehört Valtteri Bottas zu den Kandidaten für den Titel. Teamkollege Hamilton redet ihn stark.

Es steht 3 zu 3 zu 2 nach Siegen. 171 zu 151 zu 136 nach WM-Punkten. Sebastian Vettel und Lewis Hamilton gewannen in diesem Jahr jeweils drei Rennen. Valtteri Bottas deren zwei. Wenn vorher alle von einem Duell zwischen Vettel und Hamilton sprachen, sprechen sie jetzt auch vom ruhigen Finnen. Mit der Pole-Position und dem Sieg beim GP Österreich 2017 hat sich Bottas zu einem WM-Kandidaten gemausert. Ohne große Worte. Sondern durch Taten auf der Rennstrecke.

Bottas mit nur wenigen Fehlern

In Österreich bezwang Bottas zum vierten Mal in diesem Jahr seinen Stallrivalen in der Qualifikation. „Lewis ist einer der besten aller Zeiten in dieser Disziplin“, weiß der 27-Jährige. Hamilton ist in seiner Laufbahn bereits 66 Mal von der ersten Startposition gestartet. Mehr hat nur Michael Schumacher (68) vorzuweisen. Allerdings auch bei 113 GP-Starts mehr als der Brite.

Bottas' zweite Karriere-Pole steigert das Selbstbewusstsein genauso wie der zweite Sieg. Hamilton hat seinen neuen Teamkollegen seit Jahresbeginn auf der Rechnung. „Valtteri verdient den Sieg. Er fährt eine starke Saison. Als einziger von uns hat er einen Ausfall und steht trotzdem gut da. An keinem Punkt der Saison war er aus meiner Sicht nicht im Titelrennen.“

Bottas macht kein Geheimnis daraus, dass der WM-Titel das große Ziel ist. Er tönt aber nicht, sondern verpackt seine Ambitionen bescheiden. „Was für ein anderes Ziel sollte ich als Mercedes-Fahrer auch haben?“ Dass Bottas trotz seines Ausfalls in Spanien, als ihn ein Turbolader-Schaden stoppte, noch so nah an seinem Teamkollegen dran ist, hat zwei Gründe. Erstens seine Fahrweise. Der Finne ist schnell und macht wenig Fehler. Einziger echter Makel: Der Dreher hinter dem Safety Car beim GP China.

Ferrari hält Entwicklungstempo

Zweitens: das Rennglück. In Aserbaidschan war Bottas nach einer Runde praktisch aus dem Rennen. Nach einer Kollision mit Landsmann Kimi Räikkönen war er überrundet. Und trotzdem brachte er seinen Mercedes vor Vettel und Hamilton ins Ziel. Einem chaotischen GP sei Dank.

Beim Teamkollegen verhält es sich umgekehrt. In Baku kostete Hamilton ein loser Nackenschutz 25 Punkte. In Österreich schwächte ein Getriebetausch seine Ausgangsposition. „Er leidet unter den technischen Unzulänglichkeiten. Es ist an der Zeit, dass er mal eine positive Strähne entwickelt“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Zu den technischen Problemen gesellten sich 2017 zwei Rennen, in denen sich Hamilton nicht auf die Pirelli-Reifen einstellen konnte: Russland und Monaco.

Bottas - Vettel - Hamilton - GP Österreich 2017 - Spielberg - Qualifying
xpb
Sie machen wahrscheinlich den WM-Titel unter sich aus: Vettel, Bottas und Hamilton.

„Ich trainiere unglaublich hart und opfere viel. Wenn ich gerade mit einem Lächeln durchs Fahrerlager streifen würde, wäre ich hier falsch“, sagt Hamilton. „Ich will diesen Titel unbedingt.“ Immerhin betrieb Hamilton in Österreich Schadensbegrenzung. „Ich liege 20 Punkte hinter Sebastian. Es hätten nach diesem Wochenende auch über 30 sein können.“ Beide Mercedes-Piloten wissen, dass sie sich einen Patzer und einen Ausfall nicht leisten können. „Je größer die Lücke nach vorne ist, desto größer wird der Druck. Ein Ausfall könnte das Ende meiner Hoffnungen bedeuten“, meint der WM-Zweite. Bottas sprach schon vor dem GP Österreich davon, dass er ruhige und sichere Rennen brauche, um im Titelkampf zu bleiben. „Wenn ich gewinnen kann, muss ich gewinnen. Ansonsten muss ich die maximal möglichen Punkte holen.“

Vettel sieht seinen Vorsprung nicht als Ruhekissen. Der WM-Führende sagt, er wolle aktuell nicht an die Meisterschaft denken. „Dafür sind es noch zu viele Rennen. Mit der Zeit wird sich herauskristallisieren, wer mein größter Gegner ist.“ Was Vettel optimistisch stimmen darf, ist die Geschwindigkeit, mit der das reorganisierte Technikbüro um Mattia Binotto den SF70H entwickelt. Das war in den vergangenen Jahren eine der Schwachstellen. Was ihn etwas beunruhigen könnte: Mercedes versteht die Reifen immer besser. „Es gibt nicht mehr die großen Ausschläge wie noch zu Saisonbeginn. Wir müssen aber auch sagen: Wenn wir nur den Supersoftreifen in Österreich gefahren wären, wäre es sehr schwer gegen Ferrari geworden.“

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