Bottas zufrieden mit Jerez-Test

"Rundenzeiten interessieren nicht“

Williams FW37 Valtteri Bottas Jerez Testfahrten Foto: xpb 21 Bilder

Valtteri Bottas und Williams zählten zu den großen Überraschungen 2014. In der neuen Saison wollen Fahrer und Team an dem Erfolg anknüpfen. Die ersten beiden Jerez-Testtage standen im Zeichen der Datengewinnung, von Aerotests und etwas Setup-Arbeit.

Die Journalisten mussten sich in Geduld üben. Valtteri Bottas verspätete sich zur Presserunde. Aber nicht, weil er zu lange im technischen Debriefing, den üblichen Besprechungen nach einem Testtag, festsaß, sondern weil er als einer von drei Piloten zur Doping-Kontrolle gebeten wurde. Neben Jenson Button und Daniil Kvyat.

Williams FW37 aerodynamisch besser

Mit 45 minütiger Verspätung konnte der 25-Jährige vor der Presse Bilanz ziehen. Der Finne machte dabei einen sehr aufgeräumten, entspannten und zufriedenen Eindruck. Der neuen Williams FW37 mit der kurzen Stummelnase scheint nach seinem Geschmack zu sein. "Das Auto fühlt sich aerodynamisch konstanter an als sein Vorgänger. Es ist ein Schritt vorwärts.“ Mit aerodynamisch konstanter meint Bottas, dass sein Rennwagen gleichbleibenden Anpressdruck liefert. Vom Einlenken bis zum Kurvenausgang.

Seinen Williams FW37 stellte Bottas am Tagesende auf den 3. Rang. Sein Rückstand auf Sebastian Vettel im Ferrari betrug 1,335 Sekunden. Der Finne war aber im Gegensatz zu Vettel auf den noch haftfreudigeren und dadurch schnelleren weichen Reifen unterwegs. Doch der Abstand zu Ferrari beunruhigt ihn keineswegs. "Die Rundenzeiten interessieren nicht. Wir wissen, wie viel Potential wir haben. Wenn es an der Zeit ist können wir zulegen.“ Zumal man den Mercedes-V6-Turbo noch gedrosselt fährt.

Bottas fährt Messgeräte spazieren

In der abgelaufenen Saison zählten Topspeed und Bremsstabilität zu den Paradedisziplinen von Williams. Dafür litt man etwas mehr in Kurve. "Das Auto fühlt sich nicht viel anders an. Ich denke aber, dass es ein kompletteres Auto ist. Wir müssen sicher etwas Topspeed opfern, um in den Kurven schneller zu werden. Wir werden aber immer noch schnell auf der Geraden sein.“ Die Schwäche unter nassen Bedingungen hofft Bottas ausmerzen zu können.

Am Morgen trug der WM-Vierte des Vorjahres riesige Messapparaturen an seinem Williams spazieren. Bottas erklärt: "Wir haben ein anderes Programm abgespult als gestern, als wir wegen der Verzögerung erst später rausfahren konnten. Heute Morgen war es kalt und wir haben uns entschieden, die geplanten Aerodynamiktests nachzuholen.“

Dadurch wollte Williams die Windkanal- und Computerdaten mit den Werten auf der Strecke abgleichen. Stichwort Korrelation zwischen Fabrik und Rennstrecke. Später am Tag verlagerte das englische Traditionsteam seinen Fokus auf Longruns und Setuparbeit am Martini-Renner.

Bottas konnte sich dabei weiter mit den überarbeiteten 2015er Pirelli-Reifen Vertraut machen. "Sie bieten etwas mehr Anpressdruck an der Hinterachse und sind dadurch eine Spur schneller. Sie sind zudem etwas konstanter“, urteilt der Finne.

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