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Boxen-Unfall bei Ferrari

Mechaniker mit Beinbruch im Krankenhaus

Kimi Räikkönen - GP Bahrain 2018 Foto: sutton-images.com 69 Bilder

Der Boxen-Unfall bei Ferrari sorgte in der 35. Runde für eine Schrecksekunde. Kimi Räikkönen fuhr einem Mechaniker über den Unterschenkel. Im Medical-Center wurde bei dem Schrauber ein Schien- und Wadenbeinbruch festgestellt.

08.04.2018 Tobias Grüner

Bei Ferrari fiel die Feier trotz des Sieges von Sebastian Vettel etwas kürzer als gewöhnlich aus. Der dramatische Zwischenfall beim zweiten Boxenstopp von Kimi Räikkönen drückte merklich auf die Stimmung. Ein Mechaniker hatte sich verletzt, weil der Finne noch vor dem komplett abgeschlossenen Reifenwechsel losgefahren war.

Genauer gesagt war das linke Hinterrad am Ferrari mit der Startnummer 7 noch gar nicht abgezogen. Räikkönen wollte von Soft-Gummis für den Schlussspurt auf Supersofts wechseln. Doch aus irgendeinem Grund ließ sich das Rad hinten links nicht von der Achse wuchten. Die Ursache des Problems konnten die Teamverantwortlichen direkt nach dem Rennen noch nicht mitteilen.

Mechaniker ohne Chance auszuweichen

Kimi Räikkönen - GP Bahrain 2018 Foto: sutton-images.com
Der Mechaniker wurde sofort ärztlich versorgt.

Die Auswirkungen fielen dramatisch aus: Als die anderen drei Ecken des Autos abgefertigt waren, raste der Pilot los, obwohl hinten links noch gearbeitet wurde. Der Mechaniker, der das neue Rad bereithielt, hatte seinen Fuß dummerweise in voller Belastung genau in die Fahrlinie gestellt. Wie in dem Video von der Boxenanlage gut zu sehen ist, knickte das Bein einfach um als Räikkönen beschleunigte.

Voller Schmerzen ging der Italiener zu Boden. Zum Glück waren Sanitäter innerhalb weniger Sekunden vor Ort. Mit einer Trage wurde der verletzte Mann ins Medical Center zur ersten Untersuchung gebracht. Dort wurde schnell ein Schien- und Wadenbeinbruch am linken Bein diagnostiziert, was den sofortigen Transport ins nächstgelegene Krankenhaus nach sich zog, wo die Operation vorbereitet wurde.

Räikkönen trifft keine Schuld

Kimi Räikkönen - GP Bahrain 2018 Foto: sutton-images.com
Für Kimi Räikkönen war das Rennen nach dem Zwischenfall sofort beendet.

Für Räikkönen bedeutete der Unfall das sofortige Rennende. Der Finne wurde direkt zum Stopp in der Boxengasse gezwungen. „Ich habe es gar nicht richtig mitbekommen. Ich schaue nur nach vorne auf die Ampel, die auf Grün gesprungen ist, und nicht darauf, was im Rückspiegel passiert“, verteidigte sich der Pilot.

Die FIA zeigte sich überrascht, dass es in diesem Jahr so viele Boxenstopp-Probleme gibt. In Australien traf es die beiden Autos von Haas, die mit lockeren Rädern losgeschickt wurden. Auch hier handelte es sich übrigens um Radnaben und Muttern, die baugleich mit denen von Ferrari sind.

Häufung von Ferrari-Boxenstopp-Problemen

In Bahrain war Kimi Räikkönen im zweiten Training erneut vom gleichen Problem betroffen. Der Finne musste sein Auto auf der Strecke abstellen. Und nun ging ausgerechnet an seinem Auto erneut etwas schief – wenn auch auf etwas andere Weise. Nach Ansicht der FIA sei die Häufung schon etwas auffällig, auch wenn die Schiedsrichter betonten, dass es sich um unterschiedliche Fälle handelte.

Man wolle das Problem nun aber noch einmal genauer untersuchen. Eine härtere Strafe für unsichere Boxenstopps steht aber offenbar nicht zur Debatte: „Es gilt die Ansage, dass die Piloten sofort stoppen müssen, wenn so etwas passiert. Ich glaube, eine härtere Strafe als den Abbruch des eigenen Rennens gibt es nicht“, so Rennleiter Charlie Whiting.

Neuester Kommentar

Gute Besserung an den Mechaniker. Das sah richtig ungesund aus. Hoffe er erholt sich schnell und wir sehen ihn dieses Jahr wieder Gesund an der Strecke.

Was mir noch aufgefallen ist bei den Ferrari Stops und zwar nicht nur heute. Sie schicken immer noch 2 Leute raus die im Grund nur die Onboardkameras mit den Händen zudecken und sonst keine Funktion haben während der Stops. Könnte da AMS mal recherchieren was dahinter steckt?

Prinz Poldi 9. April 2018, 00:42 Uhr
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