Boxengasse

McLaren muss umziehen

Foto: McLaren F1

Dem Team von Vize-Weltmeister Lewis Hamilton wird ab dem GP Bahrain die letzte Boxengarage zugewiesen. Bei den ersten beiden Rennen in Australien und Malaysia residierte der stolze Rennstall der Silberpfeile noch an fünfter Stelle, zwischen den Teams von Williams und Red Bull.

Normalerweise bestimmt die Rangliste der abgelaufenen Konstrukteurs-WM die Hackordnung in der Boxengasse. Ganz vorne steht der Weltmeister, ganz hinten der Elftplatzierte. Das war im letzten Jahr trotz 203 WM-Punkten McLaren-Mercedes.

Jubelpose als Provokation

Dem englisch-deutschen Rennstall waren wegen der Spionageaffäre alle WM-Zähler gestrichen worden. Bei der Belegung der Boxen drückte die für diese Fragen zuständige FOM (Formula One Management) ein Auge zu. Wegen der Bedeutung von McLaren-Partner Mercedes wurde ein Platz in der Mitte der Boxengasse zugewiesen. Das ist vor allem bei den europäischen Grand Prix wichtig, wenn die Teams mit ihren eigenen Motorhomes anreisen.

Teure Plätze: Red Bull statt McLaren

Die Gäste der Sponsoren von McLaren-Mercedes müssten einen ziemlich weiten Weg zurücklegen, wenn McLaren ans Ende des Fahrerlagers verbannt wird. Das ist jetzt der Fall. Der Weltverband und die FOM ärgern sich offenbar darüber, dass McLaren-Teamchef Ron Dennis auf dem Podest in Melbourne den Siegerpokal für den siegreichen Rennstall abholte. Die FIA hatte eigentlich erwartet, dass Dennis von seinem Amt zurücktritt. Seine Jubelpose auf dem Siegerpodest war eine Provokation. Jetzt gibt es die Quittung dafür. Auf der Rennstrecke fährt McLaren-Mercedes mit Ferrari um den Sieg, in der Boxenhierarchie stehen die Silberpfeile ganz am Ende. Das bringt auch einige Veranstalter in Nöte. Beim GP England in Silverstone werden viele Plätze auf der Haupttribüne so gebucht, dass sie gegenüber der McLaren-Box liegen, um ihrem PS-Gott Lewis Hamilton ganz nah zu sein. Die Besitzer dieser Tickets, die zur teuersten Preiskategorie zählen, schauen jetzt vermutlich in die Röhre. Sie sehen von ihren Sitzen Red Bull statt McLaren.

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