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Red Bull - Boxenstopp - Formel 1 - 2019
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Neuer F1-Boxenstopp-Rekord

Red Bull unterbietet sich selbst

Red Bull hat in Brasilien einen neuen Boxenstopp-Rekord aufgestellt. Bei Max Verstappen wurden alle vier Räder in 1,82 Sekunden gewechselt. Sogar die Konkurrenz zeigt sich beeindruckt.

Allen Fans, die sich langwierige Tankstopps zurückwünschen, sollte man das Video von Max Verstappens erstem Boxenstopp in Interlagos vorspielen. Es zeigt 19 Red-Bull-Mechaniker, die wie eine gut geölte Maschine zusammenarbeiten. Die tausend Mal geübte Choreografie wird perfekt abgespult. Und am Ende sind innerhalb von nur 1,82 Sekunden Standzeit vier Räder gewechselt – und dazu noch der Frontflügel verstellt.

Die Zuschauer sahen damit in Runde 21 des Grand Prix von Brasilien den schnellsten Boxenstopp aller Zeiten in der Formel 1. Die alte Bestmarke hatte die gleiche Mannschaft erst Ende Juli beim Rennen in Hockenheim aufgestellt. Damals wurde das Auto von Max Verstappen in 1,88 Sekunden abgefertigt.

Schrauber-Crew mit Hightech-Equipment

Um auf solche Werte zu kommen müssen Mensch und Technik perfekt zusammenarbeiten. Das fängt schon damit an, dass der Pilot sein Auto zentimetergenau an der richtigen Stelle zum Anhalten bringt. Zwei Mechaniker an den Flanken des Rennwagens halten den Rennwagen stabil. Dann müssen die drei Männer an den Rädern ihre eintrainierten Handgriffe nur noch wie gewohnt abrufen.

In der Zeitlupe ist gut zu erkennen, dass einige Schlagschrauber noch an den Radmuttern angesetzt sind, als das Auto schon runtergelassen wird. Das funktioniert nur, weil das Hightech-Equipment erkennt, dass die Muttern zu diesem Zeitpunkt bereits fest sitzen und das Absenk-Signal automatisch an die Wagenheber vorne und hinten gesendet werden kann.

Ebenfalls automatisch erfolgt die Freigabe des Piloten über die Ampel. Erst als Verstappen schon beschleunigt, ziehen die Schrauber vorne rechts und hinten links ihre Hände zurück. Sollte es in diesem Ablauf ein Problem geben, können zwei Ingenieure vor und hinter dem Auto die automatische Freigabe unterbrechen.

F1 - DHL - Boxenstopp-Wertung - GP Brasilien 2019
DHL

Platzverlust trotz Rekord-Boxenstopp

In diesem Fall lief alles perfekt. Es nutzte Verstappen aber leider nichts, weil ihm Robert Kubica am Ende der Boxengasse in den Weg fuhr. So gelang Lewis Hamilton auf der Strecke trotz Red-Bull-Rekordboxenstopp der Undercut. „Wir wurden leider schon auf der Inlap von dem Williams aufgehalten. Ohne die Probleme hätten wir die Führung wohl nicht abgegeben“, ärgerte sich Teamchef Christian Horner.

Bei Mercedes zeigte man sich beeindruckt vom Speed und der Konstanz der Konkurrenz. „Red Bull zeigt schon das ganze Jahr die schnellsten Boxenstopps. Und in Brasilien haben sie auch wieder sehr saubere Arbeit abgeliefert“, lobte Technik-Chef James Allison. „Lewis ist beim zweiten Stopp leider etwas zu weit in der Box nach vorne gefahren. Das hat ungefähr zwei, drei Zehntel gekostet.“

Motorsport Aktuell Red Bull - Boxenstopp - Formel 1 - 2019 Boxenstopps werden schneller Verbot der Luftdurchleitung hilft

Bei vielen Teams wurden die Boxenstopps in der aktuellen Saison schneller.

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