Zwei Mal 2,02 Sekunden

Boxenstopp-Weltrekord für Mercedes

Nico Rosberg - Boxenstopp 2013 Foto: Wilhelm 12 Bilder

Auf der Rennstrecke läuft es für Mercedes derzeit nicht nach Maß. Die Silberpfeile kommen plötzlich unter Druck von Ferrari und Lotus. Dafür sind die Leistungen in der Boxengasse umso beeindruckender. Beim GP Japan hat sich Mercedes den Boxenstopp-Weltrekord von Red Bull zurückgeholt.

Bis zur Sommerpause war Mercedes der große Herausforderer für Red Bull. Sieben Mal standen Lewis Hamilton und Nico Rosberg auf der Pole Position. Drei Siege gingen an die Silberpfeile. Mehr hat nur Red Bull. Doch seit dem GP Belgien ist Sand im Getriebe.

Ferrari und Lotus rücken auf und machen Mercedes Platz 2 in der Konstrukteurs-WM streitig. Deshalb haben die Mercedes-Techniker nachgelegt. Der Unterboden wurde modifiziert. Mercedes ist auf der Suche nach mehr effizientem Abtrieb. Die Fahrer fühlten sich zwar in den Kurven wohl, doch den Autos fehlte der Top-Speed auf der Geraden.

Mercedes schafft doppelten Boxenstopp-Weltrekord

Während die Leistungen auf der Rennstrecke zuletzt zu wünschen übrig ließen, muss sich die Boxenstopp-Truppe von Mercedes keinen Vorwurf machen lassen. Sieht man einmal davon ab, dass Nico Rosberg beim ersten Boxenstopp in Japan zu früh losgeschickt wurde, was zu einer Durchfahrtstrafe führte. Rosberg hätte beim Losfahren fast den einfahrenden Sergio Perez gerammt.

Die Mechaniker machten es wieder gut. Sie stellten in Suzuka einen neuen Weltrekord auf. Sowohl für den einzelnen Stopp als auch für den Durchschnitt. Der erste Reifenwechsel dauerte 2,14 Sekunden. Nummer zwei und drei gingen in jeweils 2,02 Sekunden über die Bühne.

Damit wurde Mark Webbers Rekord von Malaysia mit 2,05 Sekunden unterboten. Auch der Durchschnitt von 2,06 Sekunden für die drei Stopps bedeutet einen neuen Bestwert in der Formel 1.

Wagenheber-Mechanismus zu langsam

Dabei hätte alles noch viel schneller gehen können. Mercedes schrammte nur aus technischen Gründen an der Zweisekunden-Schallmauer vorbei. "Der Mechanismus, der nach der Freigabe an den Schlagschraubern die Wagenheber nach unten fährt, war zu langsam. Wenn er richtig funktioniert hätte, wären wir bei 1,93 Sekunden angelangt", erzählt Mercedes-Teammanager Ron Meadows.

Er ist sich sicher, dass die Zweisekunden-Marke noch in dieser Saison unterschritten wird. Meadows: "Im Training hatten wir schon Boxenstopps von 1,68 Sekunden."

In unserer Bildergalerie haben wir noch einmal die Rangliste mit den Durchschnittszeiten aus der ersten Saisonhälfte.

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