Brawn untersucht Bianchi-Unfall

Wahrheit über Bianchi-Crash am 3. Dezember

Ross Brawn - Mercedes - 2013 Foto: Mercedes 16 Bilder

FIA-Präsident Jean Todt hat wie angekündigt eine Kommission einberufen, die den Unfall von Jules Bianchi untersucht. Ihr gehören Ross Brawn, Stefano Domenicali, Emerson Fittipaldi und Alexander Wurz an. Die FIA erwartet ein Ergebnis am 3. Dezember.

Der Unfall von Jules Bianchi in Suzuka hat ein Nachspiel. Wie von FIA-Präsident Jean Todt angekündigt, beschäftigt sich eine Kommission mit den verhängnisvollen Ereignissen in den Runden 41 und 42 des Formel 1-GP in Japan. Das zehnköpfige Gremium nimmt in dieser Woche seine Arbeit auf. Die FIA will das Ergebnis der Untersuchung bei seiner Weltrat-Sitzung am 3.Dezember in Doha präsentieren.

Leiter der Untersuchungskommission ist der frühere Lotus-Konstrukteur Peter Wright, der seit Jahren die Sicherheits-Kommission des Verbandes leitet. Dazu wurden neun weitere hochkarätige Experten in den Ausschuss nominiert: der ehemalige Mercedes-Teamchef Ross Brawn, Ex-Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali, die Rennfahrer Emerson Fittipaldi und Alexander Wurz, Chef-Sportkommissar Gerd Ennser, Roger Peart vom kanadischen Automobilclub, WEC-Renndirektor Eduardo de Freitas, Anwalt Antonio Rigozzi und der Arzt Gérard Saillant.

Viele Fragen zum Bianchi-Unfall

Die Kommission will alle Fragen rund um den Unfall von Jules Bianchi aufarbeiten. Wann wurden welche Flaggen gezeigt? Wie stark haben die Piloten unter der doppelt gelb geschwenkten Flagge ihre Fahrt verlangsamt? Welche Funksprüche hat Bianchi in der Runde vor dem Unfall erhalten? Wie schnell war er beim Abflug und beim Einschlag? Welchen Kräften war der Unglückspilot beim Aufprall ausgesetzt? Hätte die Rennleitung ein SafetyCar auf die Strecke bringen müssen? Hätte das Rennen angesichts der drohenden Schlechtwetterfront früher gestartet werden müssen? Wie gefährlich waren die Bedingungen zum Unfallzeitpunkt? War die Bergung des Verletzten schnell genug? Reicht die Auslaufzone in Kurve 7 von Suzuka aus?

Die Unfall-Kommission stützt sich zunächst auf den Unfall-Report von FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Der hatte das Dokument fünf Tage nach Bianchis Unfall Jean Todt übergeben. Dazu werden weitere Zeugen gehört, Filmmaterial gesichtet und Telemetrie-Daten ausgewertet. Das Untersuchungsergebnis soll nicht nur mögliche Schwachstellen aufdecken, sondern auch helfen, die Sicherheit auf den Rennstrecken zu verbessern.

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