Brendon Hartley - Porsche - Fuji - 2017 Red Bull
Toro Rosso STR12 - Rennwagen - Formel 1 2017
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Brendon Hartley ersetzt Gasly bei ToroRosso

Amnestie für einen Verbannten

Toro Rosso wird beim GP USA beide Cockpits neu besetzen. Daniil Kvyat kehrt in das Cockpit von Carlos Sainz zurück. Der Neuseeländer Brendon Hartley vertritt Pierre Gasly, der in Suzuka das Super Formula Finale für Honda gewinnen soll.

Fünf Tage lang brauchte Toro Rosso um das Problem zu lösen. Was zeigt, dass es wirklich ein Problem war. Wer ein Formel 1-Cockpit neu besetzen muss, hat nicht viel Auswahl. Es gibt zwar aktuell 39 Fahrer mit einer Superlizenz, doch die wenigsten davon haben Erfahrung in einem aktuellen Formel 1-Auto, im Simulator oder überhaupt mit der Hybrid-Technik. Toro Rosso musste für den GP USA am kommenden Wochenende gleich zwei Cockpits neu besetzen. Carlos Sainz wechselte vorzeitig zu Renault, und Pierre Gasly soll auf Wunsch von Honda das Super Formula-Finale in Suzuka fahren.

Für Sainz kehrt Daniil Kvyat zurück. Der Russe war nach seinem Crash beim GP Singapur auf die Strafbank gesetzt worden. Für den Sitz von Gasly war guter Rat teuer. Eine Liste von 10 Fahrern wurde im Fahrerlager gehandelt, aber keiner von ihnen wurde es. Die einen passten nicht ins Konzept, die anderen kamen vertraglich nicht in Frage.

Zum Schluss hat ToroRosso einen Fahrer ausgegraben, der noch nie ein Formel 1-Rennen gefahren ist, und der zuletzt 2012 in einem Formel 1-Auto saß. Brendon Hartley bringt an realer Formel 1-Erfahrung 527 Testkilometer in einem Toro Rosso von 2009 und 386 Kilometer bei Testfahrten in einem Mercedes 2012 mit.

Hartley kennt Hybridtechnik und Austin

Die Besetzung des 27-jährigen Neuseeländers ist noch aus einem anderen Grund eine Überraschung. Hartley war 2010 wegen enttäuschender Leistungen in der Formel 3 und Renault Weltserie und seiner damals aufmüpfigen Art bei Red Bull in Ungnade gefallen und aus dem Kader entfernt worden. Und er dockte zwei Jahre später beim Erzfeind Mercedes an.

Er ist damit der erste, der den Weg zurück aus der Verbannung findet. Seit 2014 ist der Blondschopf aus der Rennstadt Palmerston North aus Sicht von Red Bull wieder neutral. Er fährt für Porsche in der WEC, wurde 2015 Sportwagen-Weltmeister, gewann in diesem Jahr die 24 Stunden von Le Mans und ist drauf und dran, seinen zweiten WEC-Titel einzufahren.

Für Hartley sprachen seine Simulator-Erfahrung bei Mercedes, sein Verständnis für Autos mit Hybrid-Antrieb und seine Streckenkenntnisse in Austin. Auch die WEC gastiert auf dem Circuit of the Americas. Erst vor wenigen Wochen hat er den Lauf dort für Porsche gewonnen.

Für den Neuseeländer geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. „Die Chance kam unverhofft. Aber ich habe meinen Traum von der Formel 1 nie aufgegeben. Seit ich bei Red Bull und Toro Rosso Reservefahrer war, habe ich unheimlich viel gelernt. Diese Erfahrungen haben mich besser und entschlossener gemacht.“ Für Hartley ist der vorerst einmalige Einsatz eine Bewährungsprobe. Die Toro Rosso-Cockpits für 2018 sind noch nicht besetzt.

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