Briatore sauer auf Alonso

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Der Sensations-Wechsel von Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes für angeblich 20 Millionen Dollar jährlich ist laut Renault-Teamchef und Manager Flavio Briatore ein Alleingang des Formel-1-Weltmeisters gewesen.

"Ich war zu keiner Zeit weder direkt noch indirekt in den Verlauf der Verhandlungen eingebunden", teilte Briatore einen Tag nach dem Transfer-Coup in einer Presseerklärung mit. Nachdem die beiden vor fast genau drei Monaten in Brasilien noch auf den WM-Triumph angestoßen hatten, stellte Briatore nun ernüchtert klar: "Er hat McLaren allein kontaktiert und mit ihnen verhandelt." Pikantes Detail: Briatores Vertrag mit Alonso endet Ende 2006.

Briatore trat mit seiner Darstellung Spekulationen entgegen, er habe Alonso dem Konkurrenten angeboten. Denn ob Arbeitgeber Renault sein Formel-1-Engagement nach 2006 fortsetzen wird, ist nicht sicher. Der neue Konzernchef Carlos Ghosn gilt nicht als unbedingter Anhänger der kostspieligen Königsklasse des Motorsports.

Zweitteuerster Fahrer nach Michael Schumacher

"Alonsos Entscheidung stellt Renaults Engagement in der Formel 1 in Frage", mutmaßte dann auch die englische Zeitung "The Sun". Die französische Zeitung "Le Figaro" bezeichnete den angekündigten Wechsel als einen "harten Schlag für den französischen Autobauer. Renault wird seinen Weltmeister verlieren. Die Nachricht ist wie eine Bombe
eingeschlagen."

So sah es die internationale Presse insgesamt. "Das bestgehütete Geheimnis im Sport sendet Schockwellen durch alle Lager", schrieb die Londoner Zeitung "The Times". Als "Erdbeben" bezeichnete die römische Zeitung "La Repubblica" die Nachricht. "El País" aus "McLonsos" ("Marca") Heimatland Spanien schrieb: "Kurz vor Weihnachten platzte
die Bombe."

Laut "Bild"-Zeitung soll der Vertrag des 24 Jahre alten Alonso mit McLaren-Mercedes über vier Jahre plus Option gehen - für 20 Millionen Euro im Jahr. Damit wäre Alonso der zweitteuerste Fahrer hinter Rekord-Champion Michael Schumacher mit geschätzten 35 Millionen Euro.

Was macht Don Flavio?

Durch den früh angekündigten Alonso-Wechsel steht die Formel 1 vor einer Saison voller Spekulationen. Vor allem der Wechsel von Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen zu Ferrari wird in der Gerüchteküche immer wieder hochgekocht. "Räikkönen zu Ferrari? - Schumi entscheidet", glaubt die italienische "Gazzetta dello Sport". Vor einige Zeit war schon von einem Vorvertrag berichtet worden, den der finnische McLaren-Mercedes-Pilot bei der Mythos-Marke aus Maranello unterschrieben haben soll. Dies wurde jedoch stets dementiert.

Schumacher, der in der abgelaufenen Saison nach fünf Titeln in Serie sich hinter Alonso und Räikkönen mit dem dritten Gesamtrang hatte zufrieden geben müssen, will sich erst Mitte nächsten Jahres entscheiden, ob er weiterfährt.

Unklar ist, was Flavio Briatore nach einem möglichen Renault-Rückzug macht. Die Bandbreite der Spekulationen reicht vom Kauf des Renault-Werksteams und Fortsetzung des Engagements in Eigenregie bis zum Rückzug ins Privatleben. Der Italiener kokketiert schon seit einer Weile mit Aussagen, er sei amtsmüde.

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