Briatore-Urteil

Sperre gegen Briatore unzulässig

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Flavio Briatore hat in seiner Auseinandersetzung mit der FIA einen juristischen Sieg erreicht. Ein Pariser Gericht hat die lebenslange Sperre gegen den ehemaligen Formel-1-Teamchef durch den Internationalen Automobilverband für unzulässig erklärt.

Der Fall Briatore wird die Motorsport-Welt wohl auch weiterhin beschäftigen. Das Verfahren des Italieners vor einem Pariser Zivilgericht endete mit einem positiven Urteil für den ehemaligen Teamchef.

Die Beweislage sei sehr dünn, weil der Zeuge anonym sei und von der Verteidigung nicht befragt werden könne, hieß es am Dienstag (5.1.) vom Gericht. Die im September ausgesprochene lebenslange Sperre des Automobil-Weltverbands sei deshalb unzulässig.

Ob der Italiener damit wieder in der Formel 1 arbeiten kann, ist allerdings unklar. Fest steht, dass es ein schwerer Schlag für den Internationalen Automobilverband FIA ist, mit dessen Ex-Präsidenten Max Mosley sich Briatore im Zuge der Affäre einen teilweise heftigen öffentlichen Disput geleistet hatte. Der Italiener stritt dem Verband die Kompetenz ab, ihn zu sperren und forderte eine Millionen-Entschädigung. Sein Anwalt hatte ihn zudem für unschuldig erklärt.

Briatore sieht sich als Bauernopfer

Die FIA hatte Briatore als Drahtzieher für den manipulierten Unfall am 21. September 2009 verurteilt. Der Motorsport-Weltrat bezeichnete den fingierten Crash als Regelverstoß von "beispielloser Schwere". Briatore wurde für "unbegrenzte Zeit" aus allen FIA-Rennserien verbannt.

Der ebenfalls involvierte Pat Symonds wurde für fünf Jahre gesperrt. Briatore sah sich als Bauernopfer. Während Renault, um dessen Ausstieg die Formel 1 bangte, mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davonkam, wurde vor allem er hart bestraft.

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