Briatore will "Bild"-Zeitung verklagen

Foto: Renault

Der Renault-Teamchef soll laut "Bild" Mercedes-Sportchef Norbert Haug mit dem Hitler-Gruß empfangen haben. Nun will Flavio Briatore die Zeitung und den Fotografen gerichtlich belangen.

Flavio Briatore hat mit einer schweren Entgleisung vor dem Großen Preis der Formel 1 in Australien für einen Eklat gesorgt. Ein am Samstag in der "Bild"-Zeitung veröffentlichtes
Foto zeigt den Teamchef von Weltmeister Renault, wie er den rechten Arm wie zum Hitler-Gruß hebt. Laut der Zeitung soll der Italiener vor der Box von McLaren-Mercedes auch noch die Hacken zusammengeschlagen haben. "Es war gar nichts, ich habe nur jemandem gewunken. Das ist doch total verrückt, total verrückt", meinte der sichtlich aufgebrachte Briatore am Samstag.

Der Italiener versicherte, er habe nur mit seiner Hand gewunken, um Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der in einiger Entfernung gesessen habe, auf sich aufmerksam machen zu wollen. In diesem Moment habe ein Fotograf eine Serie Bilder gemacht. "Ich werde die Zeitung und den Fotografen verklagen", kündigte er wütend vor Journalisten an. "Es war nicht die kleinste Provokation", betonte Briatore. Wenn sich jemand beleidigt fühle, würde er sich entschuldigen. "Man hat mich aber falsch verstanden", sagte er. Mercedes wollte keine Stellungnahme abgeben.

Briatore-Sprecherin: "Flavio ein Clown"


Briatores Sprecherin Patrizia Spinelli hatte in der "Bild"-Zeitung erklärt: "Flavio ist eben manchmal ein Clown und macht kopflos Späße. Die Geste war keineswegs politisch motiviert. Das war nicht bösartig und auch nicht rassistisch gemeint", sagte sie. "Flavio hätte auch jeden anderen Gruß oder jede andere Geste machen können. Das war
einfach als Spaß gemeint."

Der 54 Jahre alte Briatore gilt als Lebemann und Erfolgsmensch zugleich. Der Italiener führte 1994 und 1995 Michael Schumacher zu seinen ersten beiden WM-Titeln. Im vergangenen Jahr verhalf er dem Spanier Fernando Alonso zur Krone als bislang jüngster Weltmeister in der Formel 1.

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