Formel 1: Bruno Senna exklusiv

"Man kann sein Potenzial überall zeigen"

Bruno Senna Foto: xpb 49 Bilder

Bruno Senna musste in seinen ersten beiden Rennen erfahren, dass er die Formel 1 nicht im Sturm erobern kann. Doch trotz der Ausfälle bleibt der Brasilianer mit dem großen Namen optimistisch. Spätestens in Europa will sein HRT F1-Team regelmäßig die Zielflagge sehen.

Ein kurzes Zwischenfazit nach zwei Rennen: Ist die Formel 1 so wie Sie es erwartet haben?
Senna: Es ist schon hart. Wir hatten ja leider einen etwas schwierigeren Start als die anderen Teams. Wir versuchen jetzt aufzuholen und vor allem zuverlässig zu werden. Es ist eine große Herausforderung. Aber so ist die Formel 1.

Vor Bahrain haben Sie gesagt, dass die ersten Rennen noch Testläufe sind. Die Details kommen später. Wie weit ist HRT momentan?
Senna: Wir sind immer noch am Anfang unseres Entwicklungsprogramms. Durch die Überseerennen können wir das Auto nicht in die Fabrik zurückbringen, um kleine Verbesserungen vorzunehmen. Aber das lässt sich nicht ändern. Wir müssen das Rennen jetzt in Malaysia wieder nutzen, um das Auto besser kennenzulernen. Und natürlich um sich als Fahrer weiterzuentwickeln. Am wichtigsten ist aber die Zuverlässigkeit. Wenn wir in Europa die Rennen regelmäßig beenden können, haben wir schon viel erreicht.

Die Zielflagge zu sehen, bleibt also weiter das Hauptziel?
Senna: Natürlich. Dieses Rennen hier wird dabei besonders hart. Die Hitze beansprucht das Auto extrem. Dass wir in Melbourne ein Auto ins Ziel gebracht haben, gibt uns aber Mut.

Wie gut kennen Sie die Strecke. Wann sind Sie das letzte Mal hier gefahren?
Senna: Das war 2008 in der GP2. Ich mag die Strecke. Sie ist sehr fordernd, vor allem körperlich.

Wie kommst Du mit dem Saunaklima zurecht?
Senna: Ich mag diese Bedingungen. Wenn wir das überstanden haben, kommt einem Europa überall kalt vor. Es ist also diesbezüglich eine echte Härteprüfung für die Formel 1.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Team. Ist alles schon eingespielt?
Senna: Wir arbeiten alle in die gleiche Richtung. Alle versuchen so schnell wie möglich das Auto kennenzulernen und voranzukommen. Es natürlich nicht einfach. Das Team ist neu und man muss sich erst an alles gewöhnen. Das spielt sich alles noch ein.

Ihr Ziel ist es, irgendwann mal bei einem Top-Team zu landen. Kann man bei HRT überhaupt zeigen, was man drauf hat?
Senna: Ich denke schon. Wir arbeiten sehr hart und haben einige richtig gute Leute auf der technischen Seite. Außerdem kann man sein Potenzial überall zeigen. Man muss nur immer an sich glauben.

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