Button bettelt

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Jenson Button bittet seinen zukünftigen Teamchef Frank Williams öffentlich um die Freilassung aus seinem Vertrag für 2006. Der Engländer möchte bei BAR-Honda bleiben.

Nachdem Jenson Button unter vier Augen keinen Erfolg bei Frank Williams hatte, sucht Britanniens Rennhoffnung nun den Weg über die Öffentlichkeit, um sein Anliegen durchzusetzen und seinen Standpunkt klar zu machen.

Gegenüber der Zeitschrift "Autosport" sagt Button: "Ich kann seinen (Williams) Standpunkt verstehen, aber er muss auch meine Situation sehen. Es geht hier nicht den spontanen Wunsch eines verzogenen, kleinen Kindes, es ist einfach eine wichtige Entscheidung für meine Karriere."

Dass er Ähnliches bereits im Vorjahr erzählte, weil er unbedingt BAR in Richtung Williams verlassen wollte, bereut der 25-Jährige heute: "Man kann sagen, ich habe einen Fehler gemacht und war damals schlecht beraten. Dieses Mal muss ich es besser machen. Ich muss zuerst an mich denken."

Jenson Button: "Hatte noch nie eine Siegchance"

Als Grund für seine Unlust zu wechseln, gibt Button klar die sportliche Perspektive von Williams an. Das Team ist in einer Krise, Motorenpartner BMW wandert 2006 ab, es bleiben lediglich Kundenmotoren von Cosworth. BAR und Honda scheinen nach Podiumsplatzierungen in England und Deutschland dagegen die Talfahrt des Frühjahrs überwunden zu haben.

"Ich bin sicher, dass Williams in der Zukunft wieder der sehr stark sein wird, vielleicht in drei, vier Jahren, aber BAR-Honda ist jetzt schon stark. Ich bin jetzt seit sechs Jahren in der Formel 1 und hatte noch nie ein Auto zum gewinnen. Ich muss jetzt im richtigen Team fahren, und das ist BAR-Honda."

Williams als Buhmann?

Button hofft, dass sich Williams seiner erbarmt. BAR ist bereit, eine Ablösesumme in Millionenhöhe zu zahlen. Der gefragte Brite spielt mit seinem Appell auch geschickt die Karte der öffentlichen Meinung. Er spekuliert, dass die Nation endlich wieder "God Save the Queen" bei der Siegerehrung eines Fahrers hören will. Bleibt Williams stur, könnte er für die Briten zum Buhmann werden.

Dennoch will Button keinen Zwist vom Zaun brechen: "Ich habe großen Respekt vor Frank, und wir hatten immer ein gutes Verhältnis. Er ist in einer schwierigen Situation, aber er wird verstehen müssen, dass ich für das bestmögliche Team antreten muss."

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