Button erwartet keine Wunderdinge

"Wir brauchen Zeit"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 8. Mai 2014 Foto: xpb 130 Bilder

33 Zähler hatte McLaren Mercedes zum Saisonauftakt gesammelt. Damit reiste der Traditionsrennstall als Führender der Konstrukteurs-WM aus Australien ab. Seither hat das Team nur noch zehn Zähler auf sein Konto gutschreiben können. Zuletzt folgten sogar zwei Nuller in Serie. Beim GP von Spanien soll es wieder besser laufen.

Seitdem Ron Dennis, McLarens alter und neuer starker Mann, vollmundig eine halbe Sekunde Zeitgewinn vor dem zweiten Formel 1-Lauf 2014 versprochen hatte, ging es für McLaren stetig bergab. In Malaysia verpufften die Verbesserungen in den schnellen und langgezogenen Ecken. Während Jenson Button und Kevin Magnussen beim ersten Rennen gemeinsam satte 33 Punkte sammelten, reichte es in Kuala Lumpur noch zu zehn Zählern.

McLaren mit zu wenig Grip an der Front

In Bahrain folgte ein Doppelausfall. Der Tiefpunkt der bisherigen Saison kam allerdings in China, als beide Piloten nicht in die Punkte fahren konnten. "In Bahrain waren wir bis zu unserem Aus relativ konkurrenzfähig im Vergleich zu den anderen Teams - ausgenommen Mercedes. In China lief dagegen gar nicht gut", sagte McLaren-Routinier Button am Donnerstag in Barcelona.

McLarens größtes Problem liegt laut dem Briten an der Fahrzeugfront. Der MP4-29 baue an der Vorderachse zu wenig Grip auf, was sich besonders in schnellen Kurven auswirke. Durch den mangelnden Abtrieb kommen die McLaren-Piloten ins Rutschen. Die Konsequenz: Die hinteren Pirelli-Walzen überhitzen und verschleißen schneller. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für das Rennen am Sonntag in der katalanischen Hauptstadt. Trotzdem gibt sich Button leicht optimistisch.

Performance von Strecke zu Strecke unterschiedlich

"Unsere Performance hängt von Strecke zu Strecke ab", erklärte Button. "Barcelona liegt von der Charakteristik in etwa zwischen Bahrain und China. Also sollten wir besser aussehen als zuletzt." McLaren habe durch die verpatzten Rennen einiges über seine Schwachstellen gelernt, die es auszumerzen gilt, erzählte Button. Mut machen dem Engländer ein paar Updates, die im Windkanal Fortschritte versprachen. Button warnt aber auch: "Wir brauchen Zeit. Unseren Rückstand holen wir nicht von heute auf morgen auf. Mercedes werden wir in Spanien sicher nicht herausfordern."

Vor Optimismus sprüht Button bei der Aufholjagd auf Mercedes nicht gerade. Er bleibt Realist. Mercedes sei sehr weit weg von allen, meinte er während der Presserunde. Die Situation sei nicht mit 2009 zu vergleichen, als Brawn GP gemeinsam mit Button die erste Saisonhälfte dominierte, am Ende aber noch um den Titel zittern musste.

Dass die Renault-befeuerten Teams noch einen großen Nachteil haben, sieht Button übrigens nicht. "Renault ist bereits viel stärker und niemand weiß, um wie viel besser der Mercedes-Motor ist. In puncto Endgeschwindigkeit waren alle Renault-Teams schnell – außer Red Bull."

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