Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2017 sutton-images.com
Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2017
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Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2017
Romain Grosjean - HaasF1 - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2017 93 Bilder

Jenson Button hat Spaß

Fun-Tag mit Monster-Auto

Jenson Button bekam in Monaco die erste Gelegenheit, die 2017er Formel 1-Generation zu testen. Der McLaren-Aushilfspilot hatte dabei jede Menge Spaß, auch wenn es im Qualifying nicht ganz optimal lief.

Für Jenson Button begann der Samstag mit einer Hiobsbotschaft. Wegen einer Motorenstrafe war schon vor dem Qualifying klar, dass er vom Ende des Feldes starten muss. Trotzdem war dem Rückkehrer das Grinsen am Abend kaum noch aus dem Gesicht zu bekommen. Eigentlich war der Brite schon in Rente gegangen. Doch als Fernando Alonso sein Indy500-Abenteuer bekanntgab, konnte Button das Angebot nicht abschlagen. „Es war toll die Chance zu bekommen, in Monaco zu fahren. Ich liebe diesen Sport einfach.“

Bereut hat der Rückkehrer die Entscheidung nicht. Ganz im Gegenteil: „Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Es war großartig, diese Monster-Autos zu fahren. Man schaut sie sich an und denkt: Sie sind so breit. Die werden sicher schwerfällig sein. Aber das sind sie ganz und gar nicht. Es ist bestimmt der schnellste McLaren, der hier jemals in Monaco unterwegs gewesen ist.“

Button muss sich an Bremsen gewöhnen

Erfahrungen, die der Rest des Feldes schon bei den Testfahrten im Februar machen konnte, sammelte Button nun mit 3 Monaten Verspätung: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas enttäuscht von den 2017er Regeln war, als das Gewicht der neuen Autos bekannt wurde. Das Gewicht ist so ein entscheidender Faktor. Und in Monaco spielt es eine besonders große Rolle. Aber das Auto fühlt sich ganz und gar nicht träge an. Es macht jede Menge Spaß. Die Formel 1 bewegt sich definitiv in die richtige Richtung.“

In seiner typisch ehrlichen und offenen Art beschrieb Button seine ersten Eindrücke von der Formel 1-Generation 2017: „Man merkt erst gar nicht, wie breit die Autos sind, bevor man eins auf der Strecke vor der Nase hat. Das Überholen wird richtig schwierig. Ich wäre schon überrascht, wenn wir morgen ein einziges erfolgreiches Manöver sehen werden. Aber das ist auch ein besonderes Problem in Monaco.“

Die Umstellung fiel dem Routinier in einigen Punkten leichter, in anderen schwerer: „Ich habe mich gleich wohlgefühlt im Auto. Es ist der gleiche Sitz, es sind die gleichen Pedale und auch das Lenkrad ist an der Stelle, an der ich es gewohnt bin. In einigen Bereichen konnte ich das Maximum rausholen – zum Beispiel beim Gasgeben, in Sachen Traktion, bei der Präzision. In anderen Bereichen fühlte es sich ganz fremd an.“

Reifen nicht nach Buttons Geschmack

„Ich habe noch nie solche Kurvengeschwindigkeiten oder solche Bremskräfte erlebt. Das war so viel anders als alles, was ich seit 2000 kenne. Vor allem beim Bremsen musste ich mich umgewöhnen. Seit sechs, sieben Jahren bremse ich hier mehr oder weniger immer an den gleichen Stellen. Und jetzt ist es komplett anders. Man muss sich überwinden spät zu bremsen und zu wissen, dass man nicht in der Mauer landet. Das Problem der stehenden Vorderräder ist auch deutlich reduziert. Früher war das hier eine echte Herausforderung.“

Zum Lernen der Eigenheiten der neuen F1-Generation hätte sich der Pilot keine schwierigere Strecke aussuchen können. „Es ist nicht einfach, das Limit zu finden. Normalerweise geht man etwas darüber hinaus und nimmt sich dann wieder zurück. Das geht in Monaco aber nicht, weil man sonst in der Mauer steckt.“

Auch mit den Reifen stand der Pilot etwas auf Kriegsfuß: „Ich bin aus der Box rausgefahren und habe zwei Runden Vollgas gegeben um die richtige Temperatur für den schnellen Versuch zu erreichen und trotzdem waren sie noch zu kalt – und das bei 25°C Außen- und 53°C Strecken-Temperatur. Das kapier ich nicht. Und da tun sich auch die anderen Fahrer noch schwer.“

Qualifying-Leistung kein Thema

Über sein Qualifying selbst verlor der Pilot keine großen Worte: „Q3 lief nicht ganz so wie ich wollte. Im Q1 und Q2 war es mehr nach meinem Geschmack. Das ist mir aber egal. Ich weiß nur, dass ich deutlich schneller war als im letzten Jahr. Und das hat mir ordentlich Freude bereitet. Morgen wird es eine ganz andere Geschichte. Ich wusste, dass heute der Spaß-Tag sein wird. Und glaubt mir: Ich hatte jede Menge Spaß.“

Hat Button etwa wieder Feuer gefangen für die Formel 1? Will der 37-Jährige seine Karriere vielleicht doch noch etwas verlängern? „Ich plane keine weiteren Einsätze in diesem Jahr“, winkte der Engländer ab. „Vielleicht in anderen Kategorien. Ich habe aber gerade so viele andere Projekte außerhalb der Rennstrecke.“ Eine kleine Hoffnung machte er aber seinen Fans: „Im letzten November hatte ich auch schon mit der Formel 1 abgeschlossen. Aber ich denke niemand hier hätte die Möglichkeit ausgeschlagen, in Monaco zu fahren.“

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