Button

Honda kann Weltmeister werden

Foto: dpa

Jenson Button strahlt über das ganze Gesicht. Dabei hat er gerade die schlimmste Saison seiner Formel 1-Karriere hinter sich. "Das schlechte an 2007 ist vielleicht das gute für die Zukunft", blickt Button in die Zukunft.

"Wären wir Vierter in der WM geworden, hätte sich nichts geändert. Weil wir aber so schlecht waren, musste sich etwas ändern." Honda ist heute ein anderes Team als noch vor einem Jahr. An der Spitze steht Ross Brawn, der in Expertenkreisen auch das "Superhirn" genannt wird. Neuer Aerodynamikchef ist Loic Bigois, der von Williams zu dem Rennstall aus Bracley stieß. Die Chefdesigner-Rolle übernahm Jörg Zander. Ein guter alter Bekannter in Brackley. Er war an Bord, als Button und Honda ihre beste Zeit hatten, wechselte dann aber zuerst zu Williams und dann zu BMW.

Button erkennt trotz der bescheidenen Testzeiten vergangene Woche in Valencia bereits gute Ansätze am neuen Auto: "Es ist in seinen Reaktionen viel berechenbarer." Button weiß, dass er dieses Jahr nicht mit Ferrari und McLaren-Mercedes mithalten kann, aber das macht ihm nichts aus: "Ich schaue nach vorn. Mit dieser Mannschaft kann es nur besser werden. Sie ist vielleicht die beste in der Formel 1 und in der Lage irgendwann einmal Weltmeister zu werden." Der 28-jährige Engländer hält das erste Etappenziel vage: "Wir wollen uns von Rennen zu Rennen verbessern, und der letzte Grand Prix dieser Saison muss unser bester sein."

Button war von einem Training aus Lanzarote zuerst zum Testen nach Valencia und dann zur Autopräsentation nach Brackley gereist. Sein Statement klingt wie eine Kampfansage: "Ich bin der fitteste und der entschlossenste Fahrer im Feld. Wenigstens kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen gibt, der heißer ist auf diese Saison als ich."

Teamkollege Rubens Barrichello würde da widersprechen: "Ich fühle mich wie ein 16-Jähriger, der seine Freunde in der Schule wiedertrifft." Der Brasilianer trifft vor allem seinen früheren Technikchef von Ferrari wieder. "Ross Brawn´", schwärmt Barrichello, "bringt Führungsqualitäten in dieses Team. Jetzt weiß ich, an wen ich mich wenden muss, wenn es ein Problem gibt. Im letzten Jahr musste ich unter den 650 Angestellten immer erst einen Verantwortlichen suchen, und der widerum musste sich erst die Erlaubnis einholen, etwas zu ändern." Auch der dienstälteste unter den aktuellen Piloten blickt weit in die Zukunft: "Ich fühle nicht, dass meine Karriere zu Ende geht. 2008 wird nicht mein letztes Jahr sein. Doch wenn ich einmal aufhöre, mache ich es wie Michael. Ich entscheide, wann Schluss ist, nicht andere."

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