Jenson Button

McLaren-Missverständnis am Funk

Jenson Button - GP Belgien - 26. August 2011 Foto: xpb 62 Bilder

Ungarn-Sieger Jenson Button startet beim GP Belgien nur von Platz 13. Das ist die erste zweistellige Trainingsplatzierung für den McLaren-Piloten. Ein Missverständnis zwischen Button und seinem Renningenieur warf den 31-jährigen Engländer aus der zweiten K.O.-Runde.

Spa ist die längste Rennstrecke im Kalender. Auf nasser Fahrbahn steigen die Rundenzeiten über zwei Minuten. Selbst die Pole Position von Sebastian Vettel liegt mit 1.48,298 Minuten weit über allen anderen Rundenzeiten. Das verlangt exaktes Timing in den K.O.-Runden des Trainings. Wegen der langen Rundenzeiten muss man sich früh festlegen, wenn man seinen Plan ändert. Ein Mal zu lange gezögert, und schon sind wieder zwei Minuten beim Teufel.

Missverständnis mit Renningenieur

Als Jenson Button den zweiten Abschnitt des Abschlusstrainings beendete, da waren noch 3.40 Minuten zu fahren. Eigentlich genug, um noch eine weitere Runden zu drehen. Wenn der Fahrer Gas gegeben hätte. Doch Button bog an die Boxen ab. Und die Strecke wurde schneller und schneller. Wehrlos musste er mit ansehen, wie er Platz um Platz nach hinten rutschte und durch den Rost fiel. "Das darf nicht passieren", fluchte Button. "Ich hatte das ganze Wochenende ein Superauto. In der ersten K.O.-Runde war ich mit großem Abstand Erster."

Doch was ist da am McLaren-Kommandostand passiert? Buttons Renningenieur Dave Robson hatte seinem Fahrer mit auf den Weg gegeben: "Du musst zwei Runden fahren." Button gab an, den Funkspruch nicht richtig verstanden zu haben. Nach einer Runde von 2.05,150 Minuten hängte er eine langsame Runde dran, um seine Intermediates für den entscheidenden letzten Umlauf zu schonen. "Es gab aber keine letzte Runde. Ich musste reinkommen. Hätte ich das geahnt, wäre ich zwei Runden am Stück auf Zeit gefahren."

Button fährt trotzdem auf Sieg

Fahrer und Ingenieur glaubten außerdem, dass die gefahrene Rundenzeit ausreichen würde, Q2 zu überleben. Eine Fehleinschätzung. Tatsächlich waren die letzten zwei Minuten die entscheidenden. 14 Fahrer verbesserten in diesem Zeitfenster noch ihre Zeit. Und Button konnte nur zuschauen. Trotzdem lässt sich der WM-Fünfte nicht entmutigen: "Ich fahre auch vom 13. Startplatz auf Sieg." Wenn es einer kann, dann Button. Der Weltmeister von 2009 ist der Mann für die komplizierten Rennen.

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