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Button streichelt die Reifen

Keine Stallregie bei McLaren

Im Training war der generalüberholte McLaren eine Enttäuschung. Das Rennen lief besser. Jenson Button und Sergio Perez fuhren mit unterschiedlichen Strategien in die Punkteränge. Im direkten Zweikampf hielten sich beide dieses Mal freiwillig zurück.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sparte nicht mit Lob. "Jenson fuhr ein brillantes Rennen." Der 14. der Startaufstellung rutschte in der ersten Kurve noch einmal drei Positionen ab. "Mein Start war eine Katastrophe. Für uns lief die Aufwärmrunde zu langsam. Meine Reifen hatten null Grip und zu viel Schlupf." Damit stand die Strategie für Button schon fest. "Wäre Jenson nach dem Start Zehnter gewesen, wäre er auch mit vier Stopps gefahren", erklärte Sportdirektor Sam Michael.

Button suchte sein Heil in drei Stopps und wurde mit dem achten Platz belohnt. Das Problem dabei. Er musste attackieren, um nach vorne zu kommen und dabei gleichzeitig die Reifen schonen. "So ein Rennen fahren nur zwei Leute im Feld", behauptet Sam Michael. "Das sind Jenson und Räikkönen." Whitmarsh ergänzte: "Wir konnten diese Taktik nur mit Jenson riskieren. Es war eine Lehrstunde für andere, wie man mit diesen Reifen fährt."

Geheimnis in Kurve 3

Auch Sergio Perez konnte beim Teamkollegen lernen. Er kam 2,2 Sekunden hinter Button ins Ziel. Der Mexikaner stand ein Mal öfter an der Box. "Ich habe es nicht geschafft, die Reifen in Schuss zu halten. Eigentlich wollte ich mit drei Stopps über die Runden kommen, aber es wurde vier daraus."

Eines der Geheimnisse der Reifenflüsterer lag in Kurve 3. In dem 220 km/h schnellen Rechtsbogen konnte man die Reifen so beschädigen, dass sie sich nie mehr erholt haben. Vor allem in der Frühphase seiner Einsatzzeit. "Die Fahrer mussten in dieser Kurve das Tempo genau kontrollieren. Wer zu aggressiv war hat mit Körnen auf der linken Seite bezahlt", erklärte Whitmarsh. Er fühlte mit seinen Piloten mit: "Ich kann mir gut vorstellen, wie hart es für sie ist, nicht voll zu fahren."

Keine Stallregie für Button

Die letzten 20 Runden fuhren die McLaren-Piloten als Tandem. Wer eine Wiederholung des Zweikampfes von Bahrain gehofft hatte, wurde enttäuscht. Perez blieb brav hinter Button. Whitmarsh bestritt, dass es diesmal eine Stallregie gab. "Es war ein offener Kampf. Sergio konnte nicht schneller. Hätte er mehr attackiert, wäre er ohne Gummi auf der Lauffläche ins Ziel gefahren."

Whitmarsh zählt deshalb zu den Befürwortern einer größeren Reifenmodifikation. Die neue Konstruktion mit ihren weicheren Seitenwänden steht bei den McLaren-Ingenieuren unter dem Verdacht, für die Probleme des Autos verantwortlich zu sein. Die Verformung der Reifen in den Kurven trägt mit zu dem Abtriebsverlust im Heck bei, sobald die Fahrer einlenken. "Es kann uns nur helfen", so Whitmarsh zu möglichen Änderungen am Gummi.

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